Abluftwerte

Nach Bundesgerichtsentscheid: AKW Leibstadt veröffentlicht alte Messwerte zur radioaktiven Strahlung

Greenpeace erstreitet Herausgabe von Abluftwerten des AKW Leibstadt

Greenpeace erstreitet Herausgabe von Abluftwerten des AKW Leibstadt (27. September 2017)

Die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) muss die Messdaten der Abluft am Kamin veröffentlichen. Dies hat das Bundesgericht entschieden. Es gibt damit der Umweltorganisation Greenpeace Schweiz Recht. Der Greenpeace-Anwalt nimmt im Interview Stellung zum Urteil.

Das Kernkraftwerk Leibstadt hat am Montag erstmals die gesamten Emissionsdaten für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 1. November 2014 veröffentlicht. Das AKW Leibstadt war dazu Ende September vom Bundesgericht verknurrt worden.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI entschied, dass die vom AKW Leibstadt bereitgestellten Daten nicht nur Greenpeace zustellt, sondern gleichzeitig auch veröffentlicht werden müssen. Gemäss ENSI hat das AKW in diesem Zeitraum die Abgabelimiten stets eingehalten.

Diese Erkenntnis sei nicht neu, teilte das ENSI am Montag mit. Dies sei schon aus den in den Strahlenschutzberichten 2013 und 2014 publizierten Gesamtmengen an jährlichen radioaktiven Abgaben hervorgegangen.

Der Datensatz betrifft die Messwerte der On-Line-Messungen zur Überwachung der radioaktiven Stoffe in der Abluft des Kernkraftwerks Leibstadt. Er zeigt den Verlauf der Messwerte einzelner Nuklidgruppen.

Die Gesamtmengen an radioaktiven Abgaben werden nicht mit diesen Messeinrichtungen gemessen, sondern mittels Auswertung von Filtern, Molekularsieben oder Gaskartuschen, die über eine bestimmte Sammelperiode der Abluft des Kernkraftwerks ausgesetzt wurden. Das ENSI publiziert diese Abgaben schon lange monatlich.

Urteil: 1C_394/2016  

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