Lengnau

Nach 31 Jahren: Reitverein muss neuen Platz für Springkonkurrenz suchen

Der Reitverein Lengnau möchte in Kirchdorf bleiben. zvg

Der Reitverein Lengnau möchte in Kirchdorf bleiben. zvg

31 Jahre lang hat der Reitverein Lengnau und Umgebung die Pferdesporttage in Kirchdorf veranstaltet. Nun muss der Verein einen neuen Austragungsort suchen. Der Landbesitzer und der Pächter wollen ihre Wiese nicht mehr zur Verfügung stellen.

Kurz vor Beginn der letzten Veranstaltung im Juni 2013 erreichte den Vorstand des Reitvereins Lengnau und Umgebung (RVLU) eine unerwartete Nachricht: Der Landbesitzer sowie auch der Pächter möchten ihre Wiesenflächen in Kirchdorf nach über 30 Jahren künftig nicht mehr vermieten – der RVLU muss einen anderen Ort finden, um das jährlich stattfindende Turnier weiterhin durchführen zu können.

«Wir waren über diesen Entscheid überrascht und finden es schade», sagt der Vorstand. Die Gründe für diesen Entscheid vermuten die Organisatoren in einer nicht optimalen Kommunikation.

Traumlösung: Kirchdorf

Nun sucht der Reitverein Lengnau und Umgebung eifrig nach einer Alternative, unter anderem im Raum Kirchdorf: «Das wäre unsere Traumlösung – man spürt, dass der Bevölkerung im Siggenthal der Anlass ans Herz gewachsen ist», erklärt der Vorstand.

Das Springturnier habe sich in all den Jahren zu einem regelrechten Volksfest entwickelt: «Der Männerchor Untersiggenthal hat sogar einmal einen Anlass verschoben, da er mit unserem kollidiert wäre.» Ab und an waren auch Springreitgrössen wie Willi Melliger in Kirchdorf anzutreffen, der an der Olympiade 1996 die Silbermedaille gewann. Zudem befindet sich ein grosser Teil der Sponsoren in der Region Siggenthal.

Weitere Abklärungen werden im Raum Ehrendingen und Lengnau getroffen. Der Vorstand sei sich aber noch nicht sicher, ob das Turnier weiterhin auf Gras ausgetragen werden soll: «Der Landwirt muss bereit sein, uns die Wiese für einen längerfristigen Zeitraum zur Verfügung zu stellen – wir können nicht in zwei, drei Jahren erneut auf Platzsuche gehen.»

Alternative: Bestehende Anlage

Eine andere Alternative wäre, eine bestehende Reisportanlage auf Sand zu nutzen. Dort wäre die Infrastruktur bereits vorhanden, was die Vereinsmitglieder entlasten würde – das einwöchige Aufstellen und Abräumen vor und nach dem Turnier würde erleichtert werden. «Mit den Besitzern von Springplätzen in der Region werden bereits Gespräche geführt», sagt der Vorstand.

Auf die Durchführung des Turniers verzichten kann der Reitverein nicht: «Wir sind finanziell abhängig von diesem Anlass – ganz zu schweigen von der Bedeutung für das Vereinsleben und den aktiven Springsport», fügt der Vorstand an.

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