Bereits um 10 Uhr, noch vor der offiziellen Begrüssung durch den Stelzenmann Hannes von Walz und dem Konzert der Sänklochfäger von Rietheim, tummelten sich zahlreiche Familien auf dem Festgelände und empfingen den Ehrengast, Papa Moll, teils überschwänglich, teils etwas schüchtern. Dieser war ausgesprochen gut gelaunt, liess sich von der Guggenmusik sogar zu einem Tänzchen hinreissen, schüttelte zahlreiche Hände und verteilte Autogrammkarten.

Das Programm bot eine attraktive Mischung aus Aktivitäten zu fixen Zeiten und freiem Spiel. Schnell bildeten sich erste Schlangen: Beim Team von Wendolina, wo sich die Kinder schminken lassen konnten; beim Tiki-Glücksrad, wo die neuen Papa-Moll-Gummifiguren probiert werden konnten und süsse Preise lockten; beim Parcours mit den Tretautos, bei der Schwingerarena oder bei der riesigen Sandmulde, wo ein richtiger Bagger zum Spielen einlud; bei den JaMaDu-Zelten, wo die Kinder Twister oder Himmel und Hölle spielten, Papa-Moll-Masken bemalten oder beim Fadenspiel witzige Preise gewinnen konnten.

Mit dem Oldtimer durch die Region

Auf den Parkplätzen sah man Autos aus dem benachbarten Deutschland, aber auch aus dem Bernbiet, von Zürich, Schaffhausen und St. Gallen. Der Andrang war so gross, dass einer der Hüpfburgen zwischendurch die Luft ausging, was findige Helfer aber schnell in Ordnung brachten.

Wer es etwas ruhiger wollte, machte es sich beim Geschichtenerzähler Jürg Steigmeier bequem: Auf riesigen Kissen oder knisternden Heuballen fieberten Gross und Klein mit den Helden mit und machten sich lustig über die Schurken. Sehr geschätzt wurden auch die Fahrten im Oldtimerbus: Der Saurer aus dem Jahr 1951 bot 29 Gästen Platz, die mit ihm einen Rundkurs Klingnau – Tegerfelden – Zurziberg fuhren. An diversen Ständen wurden Älplermagronen, Grilladen, Käseschnitten, Zwiebelkuchen, Crêpes und mehr verkauft, teilweise in recht grossen Portionen – aber auch mit entsprechenden Preisen. Eine Picknickgelegenheit oder ein speziell familienfreundliches Menü würden dem Anlass eventuell guttun, wurden doch einige Kinder vertröstet, gegessen werde dann zu Hause.

Die Guggenmusik am Morgen riss Gross und Klein mit. Das Akkordeon-Konzert des VHS Küttigen-Erlinsbach-Biberstein nutzten die Kinder eher so als Hintergrundmusik. Die Auftritte der Sieger der ersten Zurzacher Talentshow (diese fand im April statt, anlässlich eines Schulprojektes) waren schon mehr nach ihrem Geschmack: Marco Böhler, Janet Patricio und Deborah Maranghino rockten die Bühne wie richtige Profis. Highlight war aber das Konzert von Bruno Hächler. Seine Lieder animierten zum Mitsingen, Mitklatschen und Tanzen. Und ja, da war dann auch Papa Moll wieder von der Partie – auch wenn er auf der getanzt-gesungenen Velotour öfter mal links und rechts verwechselte, zur Freude der Kinder. Sie waren nicht mehr zu halten, als sie zum Abschluss alle mit auf die Bühne durften.

Dass die Party gegen 17 Uhr zu Ende ging, fanden einige Kinder mässig lustig. Sie liessen sich von den Eltern das Versprechen geben, nächstes Jahr wieder nach Bad Zurzach zu fahren. Papa Moll wird sich wohl etwas einfallen lassen müssen…