Zurzibiet Regio

«Moderne Energieregion und Sonnenstube»: Gemeindeverband plant nächste Charme-Offensive

Die Initianten René Utiger (l.), der die Broschüren entworfen hat, Bruno Hofer (M.), Geschäftsführer von Zurzibiet Regio, sowie Peter Andres vom Wirtschaftsforum Zurzibiet und Bad Zurzach Tourismus, an der gestrigen Präsentation der neuen Broschüren.

Die Initianten René Utiger (l.), der die Broschüren entworfen hat, Bruno Hofer (M.), Geschäftsführer von Zurzibiet Regio, sowie Peter Andres vom Wirtschaftsforum Zurzibiet und Bad Zurzach Tourismus, an der gestrigen Präsentation der neuen Broschüren.

Firmen und Wohnungssuchende drängen von den Städten in die Peripherie. Davon will auch das Zurzibiet profitieren. Nach der Beiz an der Badenfahrt lanciert der Gemeindeverband nun ein neues Projekt.

Der Kanton Aargau ist seit 2003 hinter dem Kanton Zürich in der Schweiz am zweitstärksten gewachsen. Die Beschäftigung nahm in diesem Zeitraum um über einen Viertel zu. Am stärksten profitiert haben dabei die Ballungszentren. In Zürich und Baden erschöpft sich aber allmählich der Raum. Daher drängen Firmen und Wohnungssuchende immer häufiger in die Peripherie.

Von diesem Trend will auch das Zurzibiet als Wohn- und Arbeitsregion profitieren. Die Aussichten sind gut: Die Bautätigkeit ist im Vergleich zu anderen Gebieten im Kanton überdurchschnittlich. Dennoch besteht Handlungsbedarf.

Um die Attraktivität des Bezirks den Firmen und Menschen weiter schmackhaft zu machen, unternimmt der Gemeindeverband Zurzibiet Regio seit Jahren grosse Anstrengungen. Diesen Sommer rührten die Gemeinden an der Badenfahrt mit dem aufwendigen Projekt «Baumhuus» die Werbetrommel, die sowohl vonseiten Tourismus, der Politik sowie der Wirtschaft als grosser Erfolg bezeichnet worden ist.

Nun gehen die Verantwortlichen nochmals einen Schritt weiter: Die ansonsten für ihre zurückhaltende Art bekannten Zurzibieter präsentieren sich von ihrer selbstbewussten Seite. In Zusammenarbeit mit dem Paul-Scherrer-Institut (PSI) und dem Park Innovaare wurden zwei Broschüren geschaffen, welche die Vorzüge als Wohn-, Arbeits- und als Naherholungsgebiet aufzeigen sollen. Darin wird das Zurzibiet mit über 1500 Sonnenstunden im Jahr als Sonnenstube angepriesen.

Das sagt Bruno Hofer zum neuen Projekt von Zurzibiet Regio

Das sagt Bruno Hofer zum neuen Projekt von Zurzibiet Regio

  

Die Weinregion wirbt mit 180 000 Rebstöcken, wo jährlich 200 000 Liter Wein abgefüllt werden, und wo 220 verschiedene Vogelarten beim Klingnauer Stausee überwintern. «Wir haben an uns gearbeitet», sagt Peter Andres, einer der Initianten der Broschüre, mit einem Lachen. Seine Botschaft ist indes klar und basiert auf der Charta «Vision Zurzibiet»: Die Marke Zurzibiet soll gestärkt werden. Sie soll sich als moderne Energieregion präsentieren und die Attraktivität für Familien erhöhen.

Mitarbeiter des PSI im Visier

Genügend Platz, um sich den Traum vom Eigenheim oder eines Geschäfts zu verwirklichen, ist vorhanden, wie die erhobenen Zahlen belegen: 234 Hektaren Bauland sind noch unbebaut, 155 davon zählen zur Wohnzone. 3100 neue Einfamilienhäuser passen gemäss den Machern der Broschüre noch ins Zurzibiet. Damit sollen gezielt Interessenten angelockt werden.

Ganz konkret die rund 2500 Mitarbeitenden am PSI. «Die Vorteile der regionalen Forschungseinrichtungen sollen im ganzen Zurzibiet genutzt werden», sagt Bruno Hofer, Geschäftsführer von Zurzibiet Regio. Mit dieser Zielsetzung habe man nun ein Vorhaben der «Neuen Regionalpolitik» umgesetzt.

Inwieweit sich die Offensive auf das vorhandene Potenzial bezahlt macht, muss sich noch zeigen. Prognosen sagen immerhin voraus, dass der Bezirk von heute knapp 34 000 Bewohnern bis 2026 auf rund 37 000 wachsen wird.

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