Man werde das Urteil des Bezirksgerichts anfordern, das Ehepaar zu einem Gespräch und zu rechtlichem Gehör einladen, sagte Daniel Baumgartner, Gemeindeschreiber von Bad Zurzach, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Danach werde entschieden, wie es weitergehen solle. Baumgartner bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Blicks".

Das Ehepaar bezieht derzeit Sozialhilfe. Es zog gemäss Gemeindeschreiber Mitte Jahr von Zürich nach Bad Zurzach, das an der Rheingrenze zu Deutschland liegt. Die Gemeinde habe wie immer in solchen Fällen Abklärungen bei der vorherigen Wohngemeinde gemacht, betonte Baumgartner.

Die Zürcher Behörden hätten mitgeteilt, dass ein Strafverfahren hängig sei. Weil kein rechtskräftiges Urteil vorlag, durfte die Behörde keine Details nennen. Über die Verurteilung des Ehepaars erfuhr Bad Zurzach aus den Medien.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte das Ehepaar am Montag wegen mehrfachen Betrugs zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten beziehungsweise 12 Monaten. Das Gericht kam zum Schluss, dass die beiden während neun Jahren unrechtmässig Sozialhilfe von über 330'000 Franken bezogen hatten.

Sie hatten den Behörden verschwiegen, dass sie in ihrer Heimat im Libanon zwei Grundstücke und ein Haus besitzen. Das Ehepaar soll gemäss Angaben des "Blicks" mit einem Jaguar zum Bezirksgericht Zürich vorgefahren sein.