Mit knirschendenden Geräuschen reisst ein mächtiger Bagger Bleche, Rohre und Stahlträger aus der seit mehreren Jahren leer stehenden Formbetonhalle im Würenlinger Industriegebiet «Althau». Bis Anfang Mai muss der Abbruch der aus den Sechzigerjahren stammenden Werkhalle abgeschlossen sein.

Dann wird das Paul-Scherrer-Institut (PSI) in einer benachbarten Halle die hochsensiblen Geräte für das Grossprojekt SwissFEL einlagern. Die beiden Hallen sind mit einer Beton-Bodenplatte miteinander verbunden.

Diese wird nach dem Abriss der Formbetonhalle entzweigeschnitten, damit die beim Bau der neuen Werkhalle unvermeidlichen Erschütterungen den eingelagerten Geräten nichts anhaben können.

88 Meter lange Werkhalle

Gemeindeammann André Zoppi ist froh, dass es mit dem Neubau endlich losgeht. Bis der Abbruch in Angriff genommen werden konnte, mussten einige politische Hürden überwunden werden (siehe Box).

«Für die Gemeinde Würenlingen ist es erfreulich, dass eine Industriebrache verschwindet und ein Neubau entsteht, der vom lokalen und regionalen Gewerbe genutzt werden kann», sagt Zoppi.

Der Gemeindeammann ist zuversichtlich, dass die 16'800 Quadratmeter in der 88 Meter langen und 23 Meter breiten Werkhalle vermietet werden können und sich die Investition von 5,4 Millionen Franken in den Kauf des Areals und die 4,915 Millionen Franken für den Neubau für die Würenlinger Ortsbürger auch ausbezahlt.

Bezug im Feburar 2014

Momentan verhandelt ein auf Mietverträge spezialisiertes Büro mit zwei Mietinteressenten. Noch ist kein Vertrag unterschrieben. Dies werde passieren, sobald die Werkhalle steht, ist Zoppi überzeugt. Der Bezug der Werkhalle und des Bürogebäudes ist für Februar 2014 geplant.

Erstellt werden zwei reine Zweckbauten: ein zweigeschossiger Bürokomplex mit der Möglichkeit, um ein Geschoss aufzustocken sowie eine Werkhalle mit Stahlbauelementen und mehreren Toren. Im Zusammenspiel mit den verschiebbaren Wänden ermöglicht die grosse Anzahl Tore eine Unterteilung der Werkhalle entsprechend den Bedürfnissen der Mieter.

Das Flachdach wird extensiv begrünt und ist so ausgelegt, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Photovoltaikanlage installiert werden kann.