299 km/h zeigt der Tacho im Video an, als der Töfffahrer in Deutschland von Eggingen nach Eberfingen rast, nur wenige Kilometer von der Aargauer Grenze entfernt. Das Video stellt er danach auf Facebook.

Doch diese Aktion wird ihm nun ein Jahr nach seiner Höllenfahrt zum Verhängnis: Autofahrer haben den Töff mit dem Zürcher Nummernschild wiedererkannt und sich bei der Deutschen Polizei gemeldet. Jetzt hat der Raser eine Anklage wegen Gefährdung im Strassenverkehr am Hals.

Auf dem Video ist zu sehen, wie der Fahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit mehrere rechts fahrende Fahrzeuge überholt, obwohl Gegenverkehr herrscht. «Durch die Zusammenarbeit der Polizei auf der deutschen und der Schweizer Seite wurde gemeinsam eine Durchsuchung durchgeführt», sagt Florian Schumann von der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen, gegenüber «TeleM1».

Die Polizei fand unter anderem das Video der Raserfahrt und die Töffausrüstung. Auch das Motorradmodell des Strassenrowdys, das eher selten ist, habe bei der Ermittlung geholfen.

Zur Person darf die Staatsanwaltschaft keine Angaben machen. Nur so viel: Der Mann wohnt zwar im Kanton Zürich, ist aber deutscher Staatsbürger. Ihm droht jetzt eine saftige Busse: «Die Staatsanwaltschaft Waldshut hat einen Strafbefehl beantragt in der Höhe von 40 Tagessätzen und einem Fahrverbot von sechs Monaten», sagt Schumann. Der Raser hat dagegen Einspruch erhoben. Deshalb kommt der Fall nun vor Gericht. (sgl) 

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