Verdacht

Mehrere Giftköder-Meldungen im Aargau – ein Hund musste zum Tierarzt

Der mutmassliche Giftköder wurde am 5. Main in Villmergen gefunden.

Der mutmassliche Giftköder wurde am 5. Main in Villmergen gefunden.

In Villmergen wurde der Polizei ein Giftköder gemeldet. Auch in anderen Gemeinden kam es in den letzten Tagen zu ähnlichen Meldungen.

Die Aufregung auf Facebook ist gross. Am 5. Mai entdeckte eine Hundehalterin bei den Schrebergärten im Villmergen mehrere angebliche Giftköder. Nachdem der Hund wahrscheinlich am Köder geleckt hatte, musste er zum Tierarzt. «Skippy ist total schwach und mag nicht mal mit seinem geliebten Ball oder seinem Bruder Jacky spielen», heisst es im verzweifelten Facebookpost vom Freitag. Bei den mutmasslichen Ködern handelt es sich um Wursthaut, gefüllt mit einem grünen Pulver. 

Die Kantonspolizei Aargau bestätigt auf Anfrage, dass in Villmergen am 5. Mai wegen entsprechendem Vorfall die Regionalpolizei ausrückte und der Hund zum Tierarzt musste. Von den beschriebenen Ködern wurden mehrere Stücke gefunden. Ob es sich dabei tatsächlich um Giftköder handelt, klärt die Polizei aktuell im Labor. Wie auf Facebook steht, will die Besitzerin nach den Analysen Anzeige gegen Unbekannt erstatten.

Mehrere Meldungen in den letzen Tagen

Laut Kantonspolizei gab es in den letzen Tagen mehrere Meldungen wegen Verdachts auf Giftköder. So meldete eine Hundehalterin in Zufikon ebenfalls am 5. Mai ein Hundeguezli als möglichen Giftköder. Am 6. Mai kam es in Rütihof zu einem ähnlichen Vorfall und am 8. Mai wurde in Lengnau ein mutmasslicher Giftköder mit roten Körnern gefunden.

Wie die Polizei mitteilt, ermittelt sie in allen Fällen. Die toxikologischen Abklärungen laufen. Die Kantonspolizei warnt aber vor voreiligen Schlüssen: Im Moment könne noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es sich bei den Fällen tatsächlich um Giftköder handelt. Auch davon, dass zwischen den Fällen ein Zusammenhang besteht, könne nicht ausgegangen werden. (zaz)

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