Leuggern

Mehr als eine einfache Wanderung

Einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen gehen die Volkswanderer auf die 6-km- oder die 10-km-Strecke rund um Leuggern.pid

Einzeln, paarweise oder in kleinen Gruppen gehen die Volkswanderer auf die 6-km- oder die 10-km-Strecke rund um Leuggern.pid

Die 12. Internationale Volkswanderung der BärenClique Leuggern war zugleich auch die Letzte dieser Art. Der Verein stellt seine Aktivitäten per Ende Jahr ein.

Rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich am vergangenen Wochenende auf die Socken rund um Leuggern. Man kennt sich unter den Volkswanderern – es geht familiär zu. Die meisten sind seit Jahren dabei und gehen jedes Wochenende an einen Anlass.

Die Strecke in Leuggern führte von der Mehrzweckhalle zur Lourdesgrotte und weiter am idyllischen und zum Teil noch gefrorenen Guntenbach entlang nach Hettenschwil. Am Gibrist trennten sich die 6-km- oder die 10-km-Strecke. Die längere Strecke macht eine Schleife Richtung Schlatt und führt über Fehrental zurück. Bergab ging die Wanderung zum Schützenhaus Leuggern, wo sich der Zwischenposten befand. Nach einem Abstecher in die Burle warteten am Ziel «Ghackets und Hörnli» in der Turnhalle Leuggern.

Lob für Strecke und Organisation

Robert Zimmermann aus Ostermundigen ist ein fleissiger Volkswanderer, wie seine Stempel im Büchlein ausweisen. Ihm gefällt die Gegend um Leuggern sehr gut. Jeder in der Wanderfamilie kennt das Paar aus Wald im Zürcher Oberland: Jakob Frei führt seine blinde Mutter seit Jahren sicher über viele Wanderkilometer. Bei allen zwölf Austragungen der Volkswanderung in Leuggern war Hans-Ruedi Wüthrich aus Dietikon dabei. «Mir gefallen die Atmosphäre und die Strecke, auch wenn das Wetter manchmal nicht so sonnig ist.» Und weil es ihm so gut gefalle, werde er die Strecke gleich nochmals wandern, meinte der Zürcher des Wandervereins Uto.

Keine Nachfolge für Präsidentin

Für Rita Kalt war die 12. Austragung ein emotionaler Anlass. Als Gründerin und Präsidentin der ersten Stunde erzählt sie, wie die Wandergruppe Bären-Clique aus einer Idee im familiären Rahmen entstanden ist: «Am 4. April 1999 fand die Gründungsversammlung statt.» Im Jahre 2001 startete die erste Volkswanderung, nachdem man sicher war, eine perfekte Organisation auf die Beine zu stellen. Dem kleinen Verein mit einem halben Dutzend Aktiven und doppelt so vielen Passivmitgliedern war es stets ein grosses Anliegen, ideale Bedingungen zu schaffen. 315 Teilnehmer kamen beim ersten Mal, ein Jahr später waren es über 500. Zur zehnten Austragung war der Rekord mit über 900 Wanderern erreicht, dann gings bergab. Letztes Jahr waren es noch 415. Finanziell stimmte die Rechnung dank der Grosszügigkeit von Sponsoren zwar noch. Auch die Mithilfe der Dorfvereine klappte hervorragend. Obwohl nun wieder eine Teilnahmesteigerung zu verzeichnen war, muss der Verein seine Aktivitäten per Ende 2012 einstellen.

Das, weil die Bären-Clique keine Nachfolge für die Präsidentin finden kann. «Viele Freundschaften sind in den Jahren entstanden», meint Rita Kalt. Wenn sie am Sonntagabend das letzte Rangverlesen vornehme, werde es für sie bestimmt emotional.

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