Zwischen dem Zeltaufbau von Montag bis zur Galavorstellung am kommenden Samstag liegt für die Schülerinnen und Schüler der Sekundar- und Realschule Oberstufe unteres Aaretal mit Schulort Klingnau eine strenge Zeit. Besondere Fähigkeiten sind gefragt.

Gearbeitet wird nicht im Klassenverband, sondern klassenübergreifend. 100 Schülerinnen und Schüler machen im Zirkus mit. Gruppenweise unterrichten Zirkusleute vom Pipistrello in verschiedenen Disziplinen. 20 Schüler arbeiten in zusätzlichen Ateliers. Sie machen Arbeiten rund um den Zirkus wie Reportagen, Film, Dokumentation oder sind im Billettverkauf tätig.

Akrobaten und eine Erpressung

Das Zirkusdorf mit den nostalgischen Wagen und dem blauen Chapiteau steht seit gestern im Propsteihof. Seit heute kennt jeder Schüler seine Rolle im Programm. Die zukünftigen Akrobaten haben unter Anleitung der erfahrenen Leute vom Circolino Pipistrello mit dem Üben begonnen. Die Feuerspucker lernen den Ablauf zuerst mit gewöhnlichem Mehl, bevor sie ihr feuriges Kunststück mit Hexenmehl zeigen.

In der Turnhalle wird getanzt. Unter den zehn Schülerinnen haben sich auch zwei Schüler eingereiht: «Uns gefällt es, zu tanzen», ist ihr Kommentar. Am Trapez und am Vertikalband, beim Jonglieren und auf dem Seil wird fleissig geübt. Zu einer Pyramide stellt sich gerade das Bodenakrobatikteam auf. Hier wird auf rollenden Fässern gelaufen. Aus dem Fundus des Pipistrello konnten die Clowns und Pantomimendarsteller für ihre Garderobe wählen.

Die Jugendlichen verwandeln sich dank Hüten, Perücken, Brillen und verrückten Kleidern. Als Theater im Zirkus wird das traurig-schöne Stück über den verschuldeten Zirkusdirektor, einen reichen «Baron von und zu», die unzimperlichen Geldeintreiber und eine Erpressung eingestreut.