Bad Zurzach

Malerin mit zwei völlig unterschiedlichen Stilen

Ruth Roth vor einem ihrer Ölbilder. Ursula Burgherr

Ruth Roth vor einem ihrer Ölbilder. Ursula Burgherr

Die Klingnauerin Ruth Roth präsentiert in der Galerie Mauritiushof in Bad Zurzach, wie vielfältig sie als Künstlerin ist. Sie kreiert Schilf- und Dünenlandschaften unter faszinierenden Wolkenspielen.

«Ich muss ein Bild genau im Kopf haben, bevor ich es zu Papier bringe, denn Korrekturen sind nicht möglich», sagt Roth über ihre Werke in fernöstlicher Aquarell- und Tuschtechnik.

Präzise und hauchzart gesetzt sind die teilweise flüchtig wirkenden Pinselstriche, mit denen sie Blumen, Früchte, Blätter, Zweige und Stillleben zu Papier brachte.

Meistens hat sie in ihrem Atelier in Klingnau Pflanzen um sich herum und lässt sich von ihrer Schönheit inspirieren. Ganz anders kommen ihre grossformatigen Ölbilder daher.

Hier schichtet sie die Farben und kreiert Schilf- und Dünenlandschaften unter faszinierenden Wolkenspielen, in die man geradezu eintauchen möchte. Abstrahierte Tulpen zeigen auch in dieser Art der Malerei den starken Bezug zur Natur.

Wo sie malt, ist aufgeräumt

Ruth Roth bezeichnet sich als Perfektionistin. Sie gibt sich mit einem Erzeugnis erst zu frieden, wenn es genau ihrer Vorstellung entspricht. Dafür sind oft unzählige Prozesse nötig.

Der Raum, in dem sie malt, ist immer tipptopp aufgeräumt. «Ich kann nicht arbeiten, wenn ich ein Puff habe», erzählt sie. Eine Schale aus Papiermaché zeugt von einer früheren Phase der Künstlerin.

Roth probiert immer wieder neue Techniken aus und versucht sich darin zu perfektionieren. «Sie konnte nie warten, bis die Muse sie küsst. Denn das ging ihr viel zu lange», meinte Galerist Alois Hauser an der Vernissage im Mauritiushof.

In ihrem Wohnort Klingnau ist die Familienfrau von Rebbergen und ihrem grossen Garten umgeben, in dem sie gerne werkelt. Dem Malen aber gehört ihre ganz grosse Leidenschaft.

Und sie ist immer für Experimente bereit auf der Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten. Bei ihr dürfe man, so Hauser in seiner Ansprache, noch auf einige Überraschungen gefasst sein.

Meistgesehen

Artboard 1