Leibstadt

Leiter des AKW Leibstadt bedauert Zwischenfall mit Berufstaucher

Das Atomkraftwerk Leibstadt (Archiv)

Das Atomkraftwerk Leibstadt (Archiv)

Der Leiter des Atomkraftwerks (AKW) Leibstadt bedauert den Arbeitsunfall im Transferbecken, bei dem ein Taucher an der Hand verstrahlt wurde. Laut ENSI-Abschlussbericht hat der Zwischenfall weder für das AKW noch für den Mitarbeitenden ein rechtliches Nachspiel.

«Wir kontrollieren sehr genau, lernen aber auch dazu», sagte Andreas Pfeiffer, Leiter des AKW Leibstadt, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Nach dem Zwischenfall habe es eingehende Untersuchungen gegeben, aus denen die notwendigen Verbesserungen abgeleitet worden seien.

Die Sicherheit der Anlage sowie der Bevölkerung sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, betonte Pfeiffer. Der betroffene Taucher habe keine gesundheitlichen Schäden zu befürchten.

ENSI-Bericht zeigte Fehler auf

Ein von der Zeitschrift «Beobachter» am Mittwoch öffentlich gemachter Bericht des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) hatte aufgezeigt, dass dem Zwischenfall am 31. August 2009 Fehler vorausgegangen waren.

So lag das rohrähnliche Teil, an dem sich ein Berufstaucher die Hand verstrahlte, schon bis zu vier Jahre auf dem Grund des Transferbeckens. Der Taucher erlitt gemäss dem ENSI eine Ganzkörperdosis von 28 Millisievert - mehr als der Jahresgrenzwert von 20 Millisievert.

Die Aufsichtsbehörde bemängelte zudem, dass der Taucher die Warnsignale der Dosimeter wegen der Schalldämmung nicht wahrnehmen konnte. Auf Kritik stiess auch, dass die beiden Fachkräfte für Strahlenschutz den Einsatz nicht permanent an einem Monitor überwacht hatten. Der Taucher trug eine Helmkamera.

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