Rekingen

Leichte Brise und eine Komödie zum 110-Jahr-Jubiläum

Die Musikgesellschaft unter der neuen Leitung von Alfredo Thurnheer begeistert mit einem beschwingten Repertoire und einem gelungenen Schwank in zwei Akten.

Mit dem Marsch «Gala Abend» eröffneten die Musikantinnen und Musikanten das musikalische Geschehen. Dieser Titel sei auch gleichzeitig das Motto des Abends, feiere doch die Musikgesellschaft heuer ihr 110-jähriges Bestehen, erklärte Vereinspräsident Bruno Leber.

Leber hatte zuvor das Archiv durchforstet und zitierte aus Vereinsprotokollen von Anno Domini und brachte die Besucher zwischen den Musiktiteln zum Schmunzeln. Galopp-Rhythmus war angesagt mit dem konzertanten Titel «Home Stretch» des Amerikaners Leroy Anderson. Hell klangen die Fanfaren und wuchtig dröhnten die Hörner in dieser sinfonischen Komposition. Den Höhepunkt des Konzerts bildete ein Potpourri durch verschiedene Erfolgstitel der legendären britischen Rockgruppe Queen.

Subtile Saxofonpassagen liessen in der bekannten Rockballade «The Show Must Go On» aus dem Queen- Album «Innuendo» aufhorchen. Der Queen-Hit «A Kind Of Magic» von Freddie Mercury erwies sich rhythmisch als anspruchsvoll, waren doch akzentuierte Synkopen zu bewältigen. Das Medley wurde abgeschlossen mit dem einstigen Megahit «We Will Rock You». Das Publikum war begeistert, klatschte den Rhythmus mit und spendete tosenden Applaus.

Leichte Muse mit Latino-Rhythmen

Weiter präsentierten die Musikanten dem Publikum ein Programm der leichten Muse. Im «Happy Swing» setzte sich Trompeter Roman Locher in Szene. Ein Marsch führte «Vom Schwarzwald bis zum Bodensee». Rekingen gehöre auch noch quasi zum Schwarzwald, witzelte Konzertmoderatorin Tamira Leber. Siegfried Rundels Walzer «Im Schönen Böhmerwald» ist geschickt arrangiert. Trompeten und Kornette liefern sich einen musikalischen Dialog mit dem Hornsatz.

Die Konzertbesucher waren bestens gelaunt, hängten ein und schunkelten im Walzertakt. Zwei bekannte Latinotitel rundeten das beschwingte Programm ab. Im Samba «Más Que Nada» dominierten die Trompeten und mit dem bekannten Mambo-Song «Sway» verabschiedeten sich die Musikanten.

Geld gibts nur bei Heirat

Nach der Pause öffnete sich der Vorhang für den Mundart-Schwank «Lieber ledig und frei» von Barbara Fischer. Inszeniert wurde das Theater unter der Regie von Saxofonistin Marianne Leber. Im Zentrum der Geschichte stehen die drei ledigen Bergbauer-Brüder Göpf (dargestellt von Jacques Fuchs), Hansjakob (Fritz Büchli) und Franz (Phil Meier). Sie erben unverhofft drei Millionen Franken.

Bedingung im Testament ist aber, dass mindestens einer der drei Bauern sich innert eines Jahres verheiratet. Damit entstehen beträchtlich Turbulenzen im sonst so geruhsamen Alltag. Selbstverständlich locken diese drei Millionen auch Frauen an. So beginnt eine Abfolge von Liebesbemühungen und Geturtel auf der Bühne.

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