«All-In» – Alles oder Nichts – so lautet das Motto der Klingnauer Städtlifäger für die diesjährige Fasnacht. Beim Poker ist ein All-In ein Zeichen der Stärke oder ein grosser Bluff. Einen solchen Move hat die Klingnauer Guggenmusik am Schmutzigen Donnerstag nicht nötig.

Klingnauer Städtlifäger und Leuggermer Hornfääger sorgen am Städtlifägair für Stimmung.

Klingnauer Städtlifäger und Leuggermer Hornfäger sorgen am Städtlifägair für Stimmung.

Ihr Städtlifägair ist längst ein Fixpunkt im Kalender der Region – und das nicht nur bei eingefleischten Fasnächtlern. So warten um 19 Uhr viele Zuschauer trotz leichten Regens und kühlen Temperaturen vor der Bühne, als die Städtlifäger traditionellerweise selbst den lautstarken Startschuss geben für den Guggen-Marathon.

Als erste von 13 Formationen heizen die Klingnauer für knapp 25 Minuten dem Publikum ein. Das hat auch praktische Gründe. Nach ihrem Auftritt lösen sie in der Luz-Stube, den Bars oder beim Grill freiwillige Helfer ab und sorgen für einen reibungslosen Verlauf das Open Airs, dessen Premiere im Jahr 2000 stattfand.

Bis im Morgengrauen

Im Festareal im Städtchen herrscht eine friedlich-fröhliche Stimmung. Eine Gugge nach der anderen bahnt sich den Weg auf die Bühne mit lauten Schlagzeug-Intros mitten durch die Zuschauermenge – und von dort wieder zurück. Die teilweise verkleideten Zuschauer schunkeln, klatschen und singen kräftig mit.

Kurz nach Mitternacht nehmen die Leibstadter Seifesüder als Letzte die Bühne ein. Danach klingt das kleine Volksfest aber nur langsam aus. Die Nacht ist lang. Die letzten Festfreudigen verlassen das Städtli erst im Morgengrauen.