Die Pechsträhne des Fahrers begann am Donnerstagabend vergangener Woche. Nachdem ihn sein Navigationsgerät in eine Sackgasse gewiesen hatte, wollte der Lastwagenfahrer auf einem Tankstellenareal wenden. Dabei verlor er beim Rückwärtsfahren die Orientierung und fuhr seinen Sattelauflieger eine Strassenböschung herunter. Bis zum Freischleppen durch einen Kranwagen ergab sich eine rund zweistündige Verkehrsbeeinträchtigung.

Der Lastwagenfahrer parkte daraufhin seinen immerhin noch fahrbereiten Sattelzug auf der Haltespur beim Zoll in Waldshut. Die Nachtruhe des Fahrers endete jedoch kurz nach 2 Uhr morgens abrupt. Ein betrunkener Autofahrer hatte nämlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war seitlich in den Sattelzug geprallt. Dabei schlug der Tank der Zugmaschine leck. Rund 700 Liter Biodiesel flossen daraufhin aus.

Am Freitagabend informierten schliesslich mehrere Bürger die Polizei: Sie sagten, dass sie auf dem Rhein eine übel riechende Wasserverschmutzung ausgemacht hätten. Offensichtlich war ein Teil des ausgelaufenen Biodiesels in die Kanalisation und von dort mit Zeitverzögerung in den Rhein gelangt. Die Feuerwehren Waldshut, Albbruck sowie Leibstadt richteten Ölsperren auf dem Rhein ein. Und was tat die österreichische Speditionsfirma? Sie schickte ein Bergeteam und holte ihren glücklosen Fahrer samt Sattelzug nach Hause. (pdw)