Lengnau

Lange stand die Wehranlage auf Messers Schneide: Jetzt erstrahlt sie in neuem Glanz

Die geladenen Gäste bestaunen das Kleinkraftwerk Obere Mühle in Lengnau.  Kälin

Die geladenen Gäste bestaunen das Kleinkraftwerk Obere Mühle in Lengnau. Kälin

Im Beisein von FDP-Regierungsrat Stephan Attiger wurde in Lengnau der Neubau von Kleinkraftwerk, Wehr und Fischtreppe eingeweiht. Dies, nachdem die Modernisierung der alten Wehranlage jahrelang hin- und hergeschoben wurde.

Seit Jahren setzt Lengnau auf nachhaltige Energie und trägt deshalb das Label «Energiestadt». Nun wird Lengnau seinem Ruf als Energiestadt einmal mehr gerecht: Am Montagnachmittag wurde das neue Wehr (rechts) samt Kleinkraftwerk mit Wasserkraftschnecke (Mitte) und Fischtreppe (links) von den Betreibern Mühlen Lengnau AG und der IBB Energie AG offiziell eingeweiht.

Neue Wehranlage Lengnau

Neue Wehranlage Lengnau

Dies, nachdem die Modernisierung der alten Wehranlage nach jahrelangem Hin und Her auf Messers Schneide stand. Die Konzession für das alte Wehr lief im Jahr 2007 ab und ein Gesuch um Erneuerung wurde vom Kanton abgelehnt.

Das Stauwehr erfülle nicht mehr die Hochwasserschutz-Bestimmungen des Kantons. Später verlangte dieser den Abriss des Wehrs. Wiederum setzte sich der Ortsbildschutz zur Wehr. Unter anderem brachten Bund, Kanton, Gemeinde, Private, eine Interessengemeinschaft sowie der Heimatschutz ihre Anliegen ein.

Am Ende klappte es doch noch. «Wir dürfen stolz sein, dass man alle Beteiligten zufrieden stimmen konnte», sagte Regierungsrat Stephan Attiger an der Einweihungsfeier. Er war es auch, der den Schalter in der Kabine betätigte und damit den Startschuss für das Wasserkraftwerk gab.

Dieses soll die Mühle und 10 bis 15 Haushalte mit Strom versorgen. Die Gesamtkosten für die Anlage betragen rund 850 000 Franken. (jok)

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