Leibstadt

Landammann Urs Hofmann auf Tuchfühlung mit dem Volk

Landammann Urs Hoffmann (Zweiter von links) diskutiert mit der Zurzibieter Bevölkerung.  Angelo Zambelli

Landammann Urs Hoffmann (Zweiter von links) diskutiert mit der Zurzibieter Bevölkerung. Angelo Zambelli

Angeregtes Stammtischgespräch mit Regierungsrat Urs Hofmann im Säli des Gasthauses Warteck. Urs Hofmann ist nach Leibstadt gekommen, um sich mit der Bevölkerung von Angesicht zu Angesicht auszutauschen und deren Anliegen entgegen zu nehmen.

Das Einzige, was auf die besondere Stellung des Gastes hinweist, ist der grosse schwarze Mercedes vor dem Gasthaus. Ansonsten unterscheidet sich Landammann Urs Hofmann in keiner Weise von den anderen Teilnehmern des Stammtischgesprächs im Warteck-Säli zu Leibstadt. Kein Anzug, keine Krawatte, keine Aktenmappe – nur offene Ohren für die Anliegen der Bevölkerung aus dem Zurzibiet und ein Feierabendbierchen auf dem Tisch.

Drei Stammtische hintereinander

Genau genommen hat Landammann Urs Hofmann drei Stammtischgespräche hintereinander zu bestreiten. Während sich am ersten Tisch amtierende Grossräte, ehemalige Grossräte und andere Politiker mit dem Landammann austauschen und vorwiegend politische Fragen diskutieren, wird der zweite Tisch mehrheitlich vom Gemeinderat und von der Verwaltung der Gastgebergemeinde Leibstadt in Beschlag genommen. Am dritten Tisch geben die Zurzibieter SP-Weggefährten des Landammanns den Ton an.

Urs Hofmann nimmt sich für alle Zeit, zügelt sein Bierchen von Tisch zu Tisch, hört interessiert zu, hakt nach und wirft ab und zu auch selbst ein Thema in die Runde. Zur Sprache kommen wichtige und weniger wichtige Themen – wie an jedem Stammtisch. Hemmschwellen abbauen, Beschwerden anhören, Probleme erörtern, mit Bürgerinnen und Bürgern auf Tuchfühlung gehen – das ist der Zweck der Gespräche mit dem höchsten Aargauer Magistraten, die von Gastro Aargau lanciert und organisiert werden.

Wo die Zurzibieter der Schuh drückt

Hofmann schätzt den Kontakt mit der Bevölkerung bei Bier, Spinat- und Chäschüechli. Er möchte wissen, wo die Zurzibieter im Allgemeinen und die Leibstadter im Besonderen der Schuh drückt. Die Antworten kommen ohne Umschweife und können nur stichwortartig wiedergegeben werden: Anbindung ans Schweizer Nationalstrassennetz, Fluglärm, Erhalt der Arbeitsplätze im Zusammenhang mit der Atomausstiegsdebatte, Zukunft der Landgemeinden, Polizeipräsenz, regionale Zusammenarbeit in den Bereichen Feuerwehr, Schule und Verwaltung, Rahmenbedingungen bei Gemeindefusionen und zunehmende Arbeitsbelastung der Gemeinderäte.

Thematisiert und diskutiert werden von Hofmann und den zwei Dutzend Stammtischgästen im Warteck-Säli aber auch Dinge, die im Regierungsgebäude in Aarau wohl nie oder höchstens am Rande diskutiert werden. Dazu gehören der periodisch aufflammende Schiesslärmknatsch der Leibstadter mit den deutschen Nachbargemeinden Dogern und Waldshut, die Leibstadter Fasnacht respektive die umfangreichen Aktivitäten der Guggemusik «Seifesüder» und – vom Landammann höchstpersönlich ins Spiel gebracht – die Unsitte des Spuckens bei jeder Gelegenheit.

Urs Hofmann ist nach Leibstadt gekommen, um sich mit der Bevölkerung von Angesicht zu Angesicht auszutauschen und deren Anliegen entgegen zu nehmen. «Es ist mir wichtig zu hören, was die Leute denken und was sie von Aarau erwarten», sagt der höchste Aargauer Regierer vor seiner Rückreise nach Aarau. «Sich Zeit für ein Gespräch mit der Bevölkerung zu nehmen, ist immer lohnend. »

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