Neues zur geplanten Fusion zwischen Endingen und Unterendingen: Die Mitglieder der fünf Arbeitsgruppen haben sich zur Präsentation der Ergebnisse getroffen. «Das Treffen war sehr zufriedenstellend», sagt Endingens Gemeindeammann Lukas Keller. Alle Arbeitsgruppen seien zu einem übereinstimmenden Ergebnis gekommen: Es mache Sinn, den Zusammenschluss weiter zu verfolgen.

«In den beiden Gemeinden wird schon so viel zusammengearbeitet, dass es an der Zeit ist, der Bevölkerung die Zusammenschluss-Frage zu stellen», sagt Keller. Er werde häufig darauf angesprochen. «Viele sagen, ein Zusammenschluss wäre ein logischer Schritt.» Gleichzeitig gibt Keller zu bedenken, dass noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse. «Der Zusammenschluss wird nicht zu einem Selbstläufer, ist keine Selbstverständlichkeit, keine Formsache. Ein Ja auf den Stimmzettel zu schreiben, das ist auch ein psychologischer Schritt.»

Die zwei Gemeinden treiben die Fusion mit einem straffen Zeitplan voran. «Es soll schnell gehen, weil Ende 2013 die Legislatur aufhört, dann finden die Neuwahlen zum Beispiel für den Gemeinderat statt.» Bis im Herbst 2012 müsse man Gewissheit darüber haben, ob es künftig eine Gemeinde oder zwei Gemeinden geben werde.

Steuern in Endingen sollen sinken

Derweil sagt Kurt Hauenstein, Unterendingens Gemeindeammann: «Eine Zusammenlegung muss man in Angriff nehmen, wenn man aus einer starken Position verhandeln kann.» Man sei nicht zu einem Zusammenschluss gezwungen. «Wir sind eine finanziell gesunde Gemeinde.

Unser Steuerfuss ist tiefer als der von Endingen.» Eine Zusammenlegung wäre schwierig durchzubringen, wenn die Bevölkerung nicht profitieren würde, glaubt Hauenstein. Eine Vereinigung soll so wenig wie möglich zusätzliche finanzielle Belastungen für den Bürger bringen. «Ein Ziel ist es darum, den Steuerfuss Endingens mindestens auf das Niveau von Unterendingen zu senken.»

Endingen und Unterendingen sollen zusammenschliessen

Man müsste noch viel grossräumiger denken, sagt Hauenstein. «Das ganze Surbtal sollte langfristig zu einer Gemeinde werden.» In Zukunft brauche es Gemeinden mit 10000 Einwohnern, die eigenständig funktionieren. Er absolviere als Ammann einer kleinen Gemeinde genau so viele Sitzungen wie seine Kollegen in grossen Gemeinden. «Ich bezweifle, ob man langfristig so funktionieren kann.»

Erst sollen sich nun aber Endingen und Unterendingen zusammenschliessen, wünschen die beiden Gemeindeammänner. Eine erste Fassung des Zusammenschlussvertrages liegt vor. Am 16. April wird die endgültige Fassung erstellt. Am 15. Juni folgen die Gemeindeversammlungen, am 23. September soll es zur Urnenabstimmung kommen.