Tegerfelden

Kirche erhält fast 420'000 Franken aus einer Erbschaft – was mit dem Geld passiert

Die Reformierte Kirche Tegerfelden. (Archivbild)

Die Reformierte Kirche Tegerfelden. (Archivbild)

Die Reformierte Kirche Tegerfelden erhält ein grosses Legat. Damit finanziert sie eine neue Konzertreihe im Gotteshaus. Das hat der Erblasser veranlasst.

417'740.50 Franken: So viel hat die Reformierte Kirchgemeinde in Tegerfelden aus einem Vermächtnis erhalten. Damit finanziert die Kirchgemeinde in den kommenden 15 Jahren Konzerte in der reformierten Kirche. So wie es das Legat von Heinz Birrer bestimmte. Birrer wohnte zwar im solothurnischen Trimbach, als er 2016 mit 68 Jahren verstarb. Er war aber Ortsbürger der Surbtaler Gemeinde.

Der ledige Heinz Birrer war sehr sparsam und arbeitete als Revisor bei der Aargauischen Kantonalbank, wie die Zeitschrift «Reformiert» schreibt. Er hinterliess ein Vermögen von rund 3,5 Millionen Franken. Bereits zu Lebzeiten war er gegenüber der Gemeinde grosszügig. So unterstützte er die Musikgesellschaft, das kantonale Weinbaumuseum in Tegerfelden und auch schon die reformierte Kirchgemeinde: Im Juni 2018 informierte die Kirchgemeinde an ihrer Gemeindeversammlung über die Gutschrift von 190'000 Franken aus dem Nachlass Birrers. Nun kommt also noch ein weiterer Betrag von fast 420'000 Franken hinzu, wie Matthias Bärtsch im «Reformiert» bestätigt. Er ist Aktuar und Finanzvorstand der Kirchenpflege.

Neue Konzertreihe für die nächsten 15 Jahre finanziert

Im Legatstext ist festgehalten, dass mit dem Betrag Kirchenkonzerte in der reformierten Kirche Tegerfelden zu finanzieren seien. Der Betrag müsse über eine längere Periode aufgeteilt werden. Der Kirchgemeinderat sei verantwortlich für die Verwaltung, Auswahl und Vergabe. Die Kirchenpflege sei dieser Verpflichtung mit einem Legatskonzept nachgekommen, sagt Bärtsch. Im Konzept wird die «längere Periode» mit 15 Jahren festgelegt, was einem Budgetrahmen von 25'000 bis 30'000 Franken jährlich entspricht. Ein Viertel des Betrages soll für spontane Anlässe ausgegeben werden, der Rest fliesst in die Konzertreihe «hellhörig». Vier Konzerte sollen jährlich stattfinden. Eine Kommission, die Matthias Bärtsch leitet, organisiert die «hellhörig»-Reihe. Das Legatskonzept definiert den von Birrer festgelegten Legatszweck «Kirchenkonzerte» als Musik, die in einer Kirche aufgeführt werden könne. Die Ausrichtung der Musik soll aber möglichst breit und offen für viele Musikrichtungen sein. Die Reihe startet im März mit dem Jugendchor «Soulteens» aus Thun. Jugendliche aus dem Surbtal sind eingeladen, ein oder zwei Lieder mitzusingen. Im Juni gibt Orlando Theuler, ein international bekannter Cellist mit Beziehungen nach Tegerfelden, zusammen mit der Pianistin Hiromi Ikei in der Reformierten Kirche ein klassisches Cello-Konzert.

Auftakt der Konzertreihe «hellhörig» Jugendchor «Soulteens», Samstag, 21. März, ab 20 Uhr; die Probe für die Surbtaler Jugendlichen findet um 16 Uhr statt; Reformierte Kirche in Tegerfelden.

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