Böttstein

Kiesgrube Rodig erhält Auszeichnung – hier gefällt es auch der selten gewordenen Uferschwalbe

Beat Flach, Nationalrat und Präsident der Stiftung Natur & Wirtschaft (r.), und Werkleiter Mario Engi. zvg

Beat Flach, Nationalrat und Präsident der Stiftung Natur & Wirtschaft (r.), und Werkleiter Mario Engi. zvg

Eine wertvolle Oase für seltene Uferschwalben, Gelbbauchunken und Ringelnattern: Die Kiesgrube Rodig ist dank umfassenden Naturflächen ein wichtiger Ort zur Verbesserung der heimischen Biodiversität.

Eine Kiesgrube bietet weit mehr als Steine und grosse Baumaschinen. Dank dem funktionierenden Nebeneinander von Materialabbau und Naturflächen sind Abbaugebiete ein wichtiger Lebensort für verschiedene heimische Tiere und Pflanzen.

In der Kiesgrube Rodig in Böttstein, wo Holcim seit einigen Jahren Kies abbaut, lassen sich verschiedene Pflanzenarten – darunter Natternköpfe, Wegwarten (Zichorien) und Huflattich – entdecken sowie seltene Tiere wie Gelbbauchunken oder Ringelnattern beobachten. Für diesen ökologischen Wert wurde das Gebiet zum vierten Mal mit dem national anerkannten Label der Stiftung Natur & Wirtschaft ausgezeichnet.

Brutwand bietet Rückzugsort

Nationalrat Beat Flach, Präsident der Stiftung Natur & Wirtschaft, übergab die Auszeichnung an Holcim Werkleiter Mario Engi. «Besonders erfreulich ist die grosse Population der selten gewordenen Uferschwalbe. Diese haben in der Abbauwand ihre Bruthöhlen gegraben. Wir von der Stiftung Natur & Wirtschaft bedanken uns bei allen Beteiligten für ihr wichtiges Engagement», sagt Flach. Die Stiftung Natur & Wirtschaft fördert Natur im Siedlungsraum. Sie zeichnet die naturnahe Planung und Gestaltung von Firmenarealen, Wohnsiedlungen, Kiesabbaustellen und neu auch Privatgärten aus.

Uferschwalben an einer Brutröhre. (Archivbild)

Uferschwalben an einer Brutröhre. (Archivbild)

   

Holcim rekultiviert ihre Kiesgruben entweder für die Landwirtschaft oder renaturiert sie in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen. «Schon während des Abbaus legen wir laufend naturnahe Flächen an – zum Beispiel Tümpel, Extensivwiesen oder karge Schuttflächen, wo sich die Tiere jeweils rasch einnisten», sagt Mario Engi. Der Erfolg der Rekultivierungs- beziehungsweise Renaturierungsmassnahmen wird jährlich von Fachexperten und vom Kanton geprüft.

Feierliche Zertifikatsübergabe

Die feierliche Zertifikatsübergabe fand im Rahmen einer thematischen Führung durch die Naturareale statt. Geleitet wurde diese von Beat Haller, Leiter Natur und Boden des Fachverbands der Schweizerischen Kies- und Betonindustrie. Am Anlass mit dabei waren neben Nationalrat und Stiftungspräsident Beat Flach die Böttsteiner Gemeinderäte Bruno Rigo und Alexa Cester. (az)

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