Koblenz

Kanton will in Koblenzer «Verenahof» 70 Asylbewerber unterbringen

Der Kanton will das ehemalige Hotel «Verenahof» in Koblenz mieten, um dort bis zu 70 Asylbewerber unterzubringen. In einer Woche wird das Departement Hochuli die Bevölkerung infomieren. Der Koblenzer Gemeinderat hat am Projekt wenig Freude.

Der «Verenahof» soll zur Asylbewerberunterkunft werden. Da hat das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) entschieden.

Das Departement Hochuli möchte im ehemaligen Koblenzer Hotel bis zu 70 Asylsuchende unterbringen. Der Kanton plant, das Gebäude zu mieten und entsprechend umzubauen. Ein Baugesuch liegt auf der Gemeinde bereits vor, wie Vizeammann Roland Christen gegenüber az erklärt.

Orientierung in Mehrzweckhalle

Bis jetzt hat Koblenz das Gesuch aber nicht behandelt. Er hat verlangt, dass der Kanton zuerst die Bevölkerung orientiert.

Genau das hat Regierungsrätin Susanne Hochuli nun auch vor. Auf Freitag, 19. Oktober lädt sie die Koblenzer und Koblenzerinnen zur Orientierung in die Mehrzweckhalle ein. Danach will sich auch der Gemeinderat offiziell zum Projekt äussern.

Christen verhehlt nicht, dass der Gemeinderat an den Plänen des DGS keine Freude hat. «Wir finden die Örtlichkeit ungeeignet», sagt er.

Das Hotel/Restaurant, das heute einer Firma aus Zug gehört und seit zwei Jahren kaum genutzt wird, habe keinen Umschwung. Die Asylsuchenden müssen sich daher zwangsläufig im Dorf und anderswo aufhalten.

Viele Lasten zu tragen

Die Gemeinde habe vieles unternommen, um neue Leute, vor allem Familien, in die Gemeinde zu holen. Dazu wurde auch Bauland erschlossen. Ein Asylzentrum würde diesen Bemühungen einen argen Dämpfer aufsetzen, befürchtet Christen.

Der weist auch darauf hin, dass die Gemeinde mit dem Zoll und einer Hochspannungsleitung durchs Baugebiet heute bereits viele Gemeinschaftslasten zu tragen habe.

Seit Mai auf dem Laufenden

Grundsätzlich dagegen sträuben wird sich Koblenz aber nicht. Wenn das Baugesuch korrekt sei, werde man es bewilligen, so Christen. «Etwas anderes bleibt uns ja gar nicht übrig».

Der Gemeinderat weiss seit Mai, dass «etwas im Busch» ist. Damals hat der Kanton um ein Formular für ein Baugesuch angefragt. Auf Nachfrage hat hin hat der den Koblenzer Behördenvertreter das Projekt dann bestätigt. (rsn)

Der «Verenahof» soll zur Asylbewerberunterkunft werden

Der «Verenahof» soll zur Asylbewerberunterkunft werden.

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