270 000 Franken hat die Gemeinde Döttingen im Umfeld der Tennisplätze investiert:

100 000 Franken in den Sännelocherbach, 150 000 Franken in die naturnahe Umgestaltung des Surbufers und dem Aufstellen von Sitzbänken, 20 000 Franken in den Bau eines Fussweges zum Naturschutzgebiet Surbe-Neuwingerte. 40 Prozent der Kosten trägt der Kanton, 60 Prozent die Gemeinde.

Der Abschnitt des Sännelocherbaches war schon seit Herbst vergangenen Jahres umgestaltet, nach rund vier Wochen Bauzeit. Doch seinerzeit war der Wasserstand sehr niedrig und die Verantwortlichen wollten der neu gepflanzten Vegetation noch Zeit zum Wachsen geben. Deshalb nahmen sie die Einweihung erst jetzt vor.

Gemeinderat Meinrad Keller stellte die Öffnung des Sännelocherbaches in den Kontext weiter zurückliegender ökologischer Projekte der Gemeinde wie der Anlage von Teichen im Gebiet Neuwingerte und der Pflanzung von 175 Bäumen auf Döttinger Gemarkung.

Werner Lehmann, Fachbereichsleiter Gewässerunterhalt beim Kanton Aargau, sagte, dass die Anfänge des Sännelocherbach-Projektes ins Jahr 2006 zurückreichten. Lehmann hatte es bis Sommer 2013 begleitet, doch die eigentliche Realisierung oblag, da Lehmann in Ruhestand ging, seinem Nachfolger Hans-Peter Nussbaum.

Auch der Mensch profitiert

Dieser betonte vor allem den positiven Effekt des Projekts auf die Natur. Auch Felix Naef, Geschäftsführer des mit den Umbauarbeiten beauftragten Büros Creato, lobte die Aufwertung des Baches als Lebensraum für Kleinlebewesen und Amphibien. Doch nicht nur Landschaft und Tiere profitierten, auch der Mensch habe etwas davon. Dieser könne das Areal jetzt als attraktives Naherholungsgebiet nutzen. Zudem sei durch die Vergrösserung des Bachbettes der Hochwasserschutz verbessert worden, erklärte der Landschaftsarchitekt.

Naef dankte Landwirt Ruedi Nyffenegger, dem Besitzer des Ackers, unter dem der Sännelocherbach zuvor in einer engen Röhre floss. Ihm konnte die Gemeinde Land im Tausch gegen den zur Öffnung des Bachs erforderlichen Geländestreifen anbieten. So wurde das Vorhaben überhaupt erst möglich.

Naef sprach davon, dass durch die Umstellung der Förderkriterien für die Landwirtschaft derlei ökologische Projekte auch im Sinne des Bundes seien und er diese finanziell fördere.

Anlässlich der Renaturierung des Sännelocherbaches pflanzten Naef und andere Projektverantwortliche am neu gestalteten Ufer zwei Schwarzpappeln. Naef erklärte, dass es sich dabei um zwei Exemplare der ursprünglichen Art handle und nicht um die aus Amerika stammende.