Dem regelmässigen Gast des Thermalbads im Bezirkshauptort ist die Situation hinlänglich bekannt: In den Spitzenzeiten – an den Wochenenden oder an Abenden in den Wintermonaten – muss sich der Badebesucher in Geduld üben, bevor er in eines der bis zu 36 Grad warmen Becken eintauchen kann. Der Grund: die Parkplatzsituation. Sie führte in der Vergangenheit immer wieder zu Reaktionen von unzufriedenen Gästen und von Anwohnern, die sich über den Suchverkehr in den Wohnquartieren störten.

Damit soll nun Schluss sein. Seit Kurzem ist im Kurort ein Parkleitsystem in Betrieb, dass dem Problem Abhilfe schaffen soll. Es führt die Besucher der Kurortinstitutionen zu den freien Parkplätzen sämtlicher Parkinganlagen, die sich auf dem Gelände befinden.

Um die Engpässe und Suchzeiten für die Autofahrer zu minimieren, investierte die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden in ein modernes System. Kostenpunkt für die kabellosen Magnetfeldsensoren und die vier LED-Anzeigetafeln: 140'000 Franken. Finanziert worden ist die Anlage von der Immo Turm + Tenedo AG, die zur Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden gehört. «Die Besitzer- und Betreiberfirmen, wie die Thermalquallen AG, Hotels oder die Reha Clinic zahlen für die genutzten Parkplätze uns den entsprechenden Beitrag», wie Projektleiter Stefan Rütimann an einer Information ausführte.

Die Überlegung ist einfach: «Dank des dynamischen Leitsystems soll es künftig keine verärgerten Kunden und Anwohner mehr geben», so Rütimann. Den Zuschlag für den Auftrag erhielt eine deutsche Firma, die sich gegen sechs weitere Bewerber durchsetzte.

Von den insgesamt 734 Parkplätzen, die im Kurbezirk angeboten werden, sind 609 mit der neuen Technik ausgerüstet. Die Daten der Sensoren werden via Cloud verarbeitet und mit einer Software fortlaufend ausgewertet. Mit dem Ziel, die freien Kapazitäten effizient zu nutzen.