Abstimmung

In Leibstadt kommt das Energiegesetz besonders schlecht an

AKW-Regionen misstrauen der Energiewende.

AKW-Regionen misstrauen der Energiewende.

Das Verbot neuer Kernkraftwerke kommt in den meisten AKW-Regionen schlecht an. Im Bezirk Zurzach, der Aargauer Atom-Hochburg, sagten zwei Drittel der Stimmenden Nein zum Energiegesetz, in der Gemeinde Leibstadt AG gar vier von fünf.

Der Bezirk Zurzach hatte bereits die Atomausstiegsinitiative im vergangenen November mit einer rekordhohen Dreiviertel-Mehrheit abgeschmettert. Das Zurzibiet beherbergt mit Beznau 1 und 2 sowie Leibstadt gleich drei der fünf Schweizer Atomreaktoren.

In Leibstadt hatten sogar neun von zehn Stimmberechtigten gegen den Atomausstieg votiert. Diesmal stimmten dort bloss 18 Prozent für die Energiestrategie 2050. In Döttingen, der Standortgemeinde des AKW Beznau, waren es 27 Prozent, im ganzen Kanton 48 Prozent.

Auch andere AKW-Regionen sagen Nein

In der solothurnischen Gemeinde Däniken, Sitz des Kernkraftwerks Gösgen, betrug der Nein-Stimmenanteil 70 Prozent. Däniken gehört zum Bezirk Olten, der die Energievorlage ebenfalls verwarf, wenn auch nur hauchdünn (50,3 Prozent Nein). Insgesamt resultierte im Kanton Solothurn ein knappes Ja von 50,6 Prozent.

Etwas weniger gross als an den anderen AKW-Standorten waren die Vorbehalte im bernischen Mühleberg. Immerhin 42 Prozent vertrauen dort offenbar Bundesrat und Parlament in der Frage, wie es nach der beschlossenen Abschaltung ihres Atommeilers im Jahr 2019 weiter geht. 

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