Das Stück «D’Alptraum-Villa» ist für ein Laientheater eine sehr anspruchsvolle Inszenierung: Die knapp fünf Meter hohe Bühnenkonstruktion mit neun Türen, einer Holztreppe und einer Galerie war das eigentliche Prunkstück des Abends. Für die zehn Laienschauspieler des Theater Sportvereins Leuggern war diese Bühne mit zwei Ebenen aber auch eine koordinative Herausforderung, mussten sie ständig in einer der verschiedenen Türen verschwinden. Und dies war in der rasanten Verwechslungskomödie nicht immer ein einfaches Unterfangen.

Hohe schauspielerische Leistung

In der Komödie soll einer modernen, aber bis anhin noch nicht verkauften Villa mit einer Scheinfamilie neues Leben eingehaucht werden. Mithilfe einer Werbeschauspielerin (Gisela Nussbaum) soll der Verkaufsleiter der Immobilienfirma (Mike Erdin) einem reichen Interessenten (David Emmenegger) und seiner Frau (Mara Mutter) das gemütliche Wohnen eines glücklichen Ehepaars vorgaukeln. Es tauchen immer mehr Personen auf, die für Verwirrung und Lacher sorgen und das Chaos in der Alptraum-Villa perfekt machen. Dazwischen folgen immer wieder gekonnte Slapsticks und Running Gags, die beim Premiere-Publikum für häufigen spontanen Applaus sorgen. Vor allem Hauptdarsteller Mike Erdin überzeugte mit gekonnt gezeigter Mimik, welche bei den Zuschauern immer wieder für Unterhaltung sorgte. Aber auch die anderen Darsteller zeigten für ein Laientheater eine hohe schauspielerische Leistung. Für Noëlle Marti, die eine Lehrtochter gab, und Sandro Schifferle, der einen grünen Nationalrat spielte, war es gar die Bühnepremiere.

Hinter dieser Aufführung steckt viel ehrenamtliche Arbeit, weiss Regisseurin Bea Meier: «Wir haben seit Juni über 40 Proben gemacht. Vor allem die aufwendige Bühnenkonstruktion war eine Herausforderung. Ohne diese Hintergrundarbeit hätten wir das Stück gar nicht aufführen können.» Die Bühne musste einiges aushalten: Die defekte und nie enden wollende Hausklingel konnte von den Darstellern nur mit einem Tritt an die Türe abgestellt werden. «Unsere Bühnenbauer mussten stabile Elemente herstellen, die einer solchen Belastung standhielten. Auch die Galerie musste mit einem Geländer gesichert werden, weil sich dort ein grosser Teil des Stückes abspielte», meinte Bea Meier nicht ohne Stolz. Nun hofft die Theatergruppe Leuggern, dass man diese Bühnenkonstruktion an einen anderen Verein weiter verkaufen kann. «Es wäre schade, wenn man dieses Bühnenkunstwerk wieder in seine Einzelteile zerlegen müsste», so Bea Meier.

Weitere Aufführungen: 9./10./15./16./17./21. und 23. November