Von der Unternehmensberatung über die Verwaltung, Erziehung, Gesundheit und Pflege bis zu Reinigungs- und Bügeldiensten für Privathaushalte: Im Kreis Waldshut sind rund 51 000 von 77 000 Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich tätig, das entspricht 65,9 Prozent, wie der «Südkurier» schreibt.

Vor einem halben Jahrhundert dominierte der industrielle Sektor die Wirtschaftsleistung, heute trägt der Dienstleistungsbereich am meisten zum Bruttosozialprodukt bei. Hinzu kommt, dass Verbraucher immer mehr Geld für Dienstleistungen ausgeben. Für Freizeitangebote ebenso wie für Anlageberater, Reparaturen oder Gesundheit.

Blickt man auf die im Dienstleistungssektor Beschäftigten, setzt sich die Summe so zusammen: 20 600 im Bereich «Handel, Verkehr, Gastgewerbe» sowie in der «Information und Kommunikation», weitere 8100 Männer und Frauen in der Sparte «finanz-, versicherungs- und unternehmensorientierte Dienstleistungen» sowie im «Grundstücks- und Wohnungswesen». 22 100 arbeiten im Bereich «öffentliche und sonstige Dienstleistungen», «Erziehung» und «Gesundheit».

Für den Kreis Waldshut meldet die Statistik für den Zeitraum 2000 bis 2015 ein Plus von 6600 Erwerbstätigen. Dabei verlor die hiesige Land- und Forstwirtschaft rund 800 Mitarbeiter, die Industrie verlor 1500 und der gesamte Dienstleistungsbereich gewann unter dem Strich 9000 Mitarbeiter. (AZ)