Nach einem Kontrollbesuch auf einem seiner Felder entdeckte der Beschuldigte am Abend des 7. Oktobers 2015 bei seiner Rückfahrt ins Dorf von der Strasse aus auf einem anderen Feld eine Rotte von rund 20 Wildschweinen.

«Das ist ein Massaker»: Jagdaufseher Adrian Wendel ist bestürzt über die zu Tode gefahrene Wildschwein-Familie

«Das ist ein Massaker»: Jagdaufseher Adrian Wendel ist bestürzt über die zu Tode gefahrene Wildschwein-Familie (Tele M1, 7.10.2015)

Der 55-jährige Bauer beschloss – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft –, diese Tiere noch vor Ort mit seinem Geländefahrzeug unschädlich zu machen.

Konkret wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, die Wildschweine auf dem von der Strasse zugänglichen Feld gezielt mit seinem Geländewagen verfolgt zu haben.

Während sich die meisten Tiere wohl retten konnten, verletzte der Beschuldigte mit seinem Fahrzeug drei Frischlinge so unmittelbar und schwer, dass sie auf der Stelle starben.

Eine Bache erlitt ein gebrochenes Rückgrat, blieb die ganze Nacht verletzt auf dem Feld liegen und konnte erst am folgenden Morgen durch einen gezielten Schuss von ihren Verletzungen erlöst werden.

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Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass eine unbekannte Anzahl weiterer Wildschweine ebenfalls angefahren und verletzt wurde.

Bauer: «Ich hatte ein Blackout»

Im Verlaufe der Strafuntersuchung hat der Beschuldigte die Tat gestanden. Er gab an, der Anblick der vielen Wildschweine habe ihn wegen der vielen Schäden durch Wildschweine dermassen wütend gemacht, dass "ein Blackout" die Folge gewesen sei.

Die Anklage ist am Bezirksgericht Zurzach hängig. Die Staatsanwaltschaft wird ihre Anträge an der Hauptverhandlung bekannt geben. (pd/sha)

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