Recht voll war die Aula im Schulhaus Dorf, wo Gemeindeammann André Zoppi und Vizeammann Josef Schmidlin zusammen mit Fachleuten über zwei gewichtige Traktanden der Gemeindeversammlung vom 21. Juni orientierten.

Strassenbelag soll erneuert werden

Der Strassenbelag der Endingerstrasse zwischen Kirchweg und Stumpenweg ist schon über 30 Jahre alt und muss erneuert werden. Zudem ist die Verkehrssicherheit für Fussgänger nicht mehr gegeben, besonders oberhalb der Bushaltestelle Altersheim, wo schon heute das Kreuzen von Postautos oder Lastwagen schwierig ist.

Ein Verkehrsversuch, bei dem in den letzten Monaten die Strasse bei der Liegenschaft Ackermann verengt wurde, ist aus Sicht der Fachleute positiv verlaufen. Einige Anwohner meldeten Bedenken an und berichteten von grösserem Lärm während des Versuchs.

Weiter äusserten sich einige Votanten kritisch zur geplanten Pflästerung und verlangten Fussgängerstreifen. Kreisingenieur Giuliano Sabato vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt gab zu bedenken, dass Fussgängerstreifen nur bewilligt würden, wenn sie zu Spitzenzeiten von 50 bis 100 Fussgängern pro Stunde überquert werden.

Ebenso sei keine Einschränkung der Spitzengeschwindigkeit auf 40 Stundenkilometer vorgesehen, wie dies ein Anwohner vorschlug.

Die Gemeindeversammlung wird über vier Teilprojekte mit einem Gemeindebeitrag von insgesamt 2,8 Millionen Franken abstimmen.

Turnhallen an Kapazitätsgrenze

Gemeindeammann André Zoppi präsentierte den Stand der Planung für eine neue Ballsporthalle im Weissenstein. Weil die heutigen Hallen an ihre Kapazitätsgrenzen stossen und die Belegung wegen wachsender Schülerzahlen bald noch steigen wird, soll möglichst bald mit dem Bau begonnen werden.

«Die Ausschreibung für einen Totalunternehmer ist bereits erfolgt», sagte Zoppi. Ziel ist, bis im Herbst Offerten von drei bis vier Totalunternehmern zu erhalten. «Der früher genannte Betrag von 11 bis 12 Millionen Franken ist für uns nicht diskutabel», erklärte Zoppi auf eine Anfrage.

«Wir gehen davon aus, dass 8 bis 9 Millionen ausreichen, und haben das Ziel, den Steuerfuss nicht erhöhen zu müssen.» Alt Gemeindeammann Arthur Schneider war anderer Meinung: «Wir werden um eine Steuererhöhung nicht herumkommen. Das Projekt ist eine Nummer zu gross.»

Heisst die Gemeindeversammlung vom 21. Juni den Projektierungskredit von 280000 Franken gut, soll der Sommergemeinde 2014 ein Baukredit vorgelegt werden.

Die Eröffnung wäre im Jahr 2016 vorgesehen. «Wir brauchen eine Halle für uns alle in Würenlingen», rief Zoppi auf. «Wir haben nun noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen im Gemeinderat», kommentierte er die verschiedenen Wünsche, beispielsweise die heutige Belegung der Hallen nochmals aufzuzeigen.

Im Hinblick auf Hallen- und Strassenprojekt meinte er weiter, dass es schwierig sei, alle Einzelinteressen zu berücksichtigen: «Es braucht immer Kompromisse bei solchen Vorhaben».

Gemeindeversammlung: 21. Juni, 20 Uhr: Mehrzweckhalle Weissenstein.