Bad Zurzach

Häftling flüchtet nach Zahnarzt-Besuch – dieser Mann stoppt ihn

«Äxgüsi!», so hat Werkhofmitarbeiter Markus Wassermann den flüchtigen Häftling gestoppt.

«Äxgüsi!», so hat Werkhofmitarbeiter Markus Wassermann den flüchtigen Häftling gestoppt.

Einem Gefangenen ist heute Morgen nach einem Zahnarztbesuch die Flucht gelungen. Doch diese war von kurzer Dauer: Der Häftling – ein 33-jähriger Kosovare – konnte dank des Werkhofmitarbeiters Markus Wassermann nach wenigen Stunden wieder festgenommen werden.

Augenzeugen berichten der az am Freitagvormittag von mehreren Polizeiautos, die mit Blaulicht im Zentrum von Bad Zurzach unterwegs waren.

Auf Anfrage der az bestätigt Roland Pfister, Medienchef der Kantonspolizei Aargau, eine Fahndungsaktion: Die Kantonspolizei sei um 11.50 Uhr alarmiert worden, dass einem Häftling die Flucht gelungen ist. Der 33-jährige Kosovare habe nach einem Zahnarztbesuch in der Zahnarztpraxis Saxer in Bad Zurzach flüchten können, in dem er sich von der Begleitperson lösen und sich in Handschellen distanzieren konnte.

Beherztes Eingreifen von Passanten

Nach 15 Uhr – rund vier Stunden nach seiner Flucht – sitzt der Häftling bereits wieder ein. Mehrere Patrouillen hatten in der Region Bad Zurzach, am Rhein entlang und auch an der Grenze nach dem Flüchtigen gesucht. Diese Fahndung blieb allerdings erfolglos – bis Werkhofmitarbeiter Markus Wassermann der Polizei meldete, er habe den Häftling in Handschellen entdeckt und festhalten können.

Er sei aus dem Auto ausgestiegen und habe sich vor den Kosovaren gestellt und gefragt: «Äxgüsi, könnten Sie mal die Hände auseinandernehmen.»

Der Häftling rannte davon, Wassermann hinterher. Wegen den Zurufen des Werkhofmitarbeiters stellte ein anderer Passant dem Flüchtigen das Bein. Gemeinsam hielten sie ihn bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei fest.

Beim Flüchtigen handelt es sich um einen 33-jährigen Kosovaren, der wegen Widerhandlung gegen das Ausländergesetz und Betäubungsmittelgesetz eine mehrmonatige Haft im Strafvollzug absitzt, wie Samuel Helbling, Sprecher des Departements Volkswirtschaft und Inneres, gegenüber der az sagt. (pz/sha/edi)

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