Der Regionalplanungsverband Brugg Regio hat an seiner ersten Sitzung im Jahr beschlossen, die Vorstandssitzungen künftig unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchzuführen.

Daniel Moser, Stadtammann von Brugg und neu gewählter Präsident des Regionalplanungsverbandes Brugg Regio, relativiert vier Tage nach der Startsitzung den Beschluss: «Noch ist nichts in Stein gemeisselt. Wir orientieren uns an der Öffentlichkeitsarbeit anderer Planungsverbände und werden – wenn sich dies als notwendig erweist – darauf zurückkommen.»

Der Entscheid sei nicht als Misstrauen gegenüber Gästen oder Medienvertretern zu werten, sagt Moser, sondern als Massnahme, mit der sowohl der interne als auch der externe Informationsfluss verbessert werden soll.

Gäste weiterhin willkommen

Für den Gemeindeverband Zurzibiet Regio sei ein Ausschluss von Gästen und Medienvertretern kein Thema, sagt Präsident Felix Binder. «Einerseits, weil der Verband seit 1. Januar 2014 als Abgeordnetenversammlung tagt und von Gesetzes wegen öffentlich sein muss. Andererseits aber auch, weil die Beschlüsse ohnehin publiziert werden und wir nichts zu verbergen haben.»

Der Planungsverband werde durch die Steuerzahler im Bezirk finanziert, sagt Binder. Deshalb habe die Öffentlichkeit ein Anrecht darauf, zu erfahren, was an den Sitzungen diskutiert und beschlossen werde. «Wir machen unsere Arbeit im Auftrag der 35 000 Zurzibieterinnen und Zurzibieter und nicht im Auftrag einzelner Personen.»

Der Brugger Planungsverband wird die Öffentlichkeit in Zukunft über Medienmitteilungen und Informationsveranstaltungen orientieren. Der Planungsverband Zurzibiet bleibt beim bisherigen System und freut sich über die Anwesenheit von Medienvertretern und Gästen.

So hat sich im Gemeindeverband Zurzibiet Regio eingebürgert, dass die Grossrätinnen und Grossräte an die Sitzungen eingeladen werden, wenn Themen besprochen werden, die auch im Grossen Rat behandelt werden.