Bad Zurzach

Gruppenführer: Erste Kaderstufe in der Feuerwehr

Die Klasse von Reto Eichenberger trainiert das Handling des Strahlrohrs.

Die Klasse von Reto Eichenberger trainiert das Handling des Strahlrohrs.

61 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kanton Aargau absolvieren diese Woche in Bad Zurzach den Gruppenführerkurs. Als Klassenlehrer vermitteln ihnen 10 Feuerwehrinstruktoren das nötige Wissen.

«Es ist erfreulich, wie lernbegierig die Kursteilnehmer sind», stellte Kurskommandant Ruedi Indermühle nach der Hälfte des einwöchigen Einführungskurses für Gruppenführer zufrieden fest. Wie schon der Name sagt, befähigt diese Ausbildung Feuerwehrmänner und -frauen, eine Gruppe im Feuerwehreinsatz zu führen oder einen Feuerwehreinsatz zu leiten, wenn noch kein Offizier auf dem Schadenplatz anwesend ist. Ausserdem erhalten sie die nötigen Grundlagen, um selber Lektionen zu halten.

Nach Einführung des neuen Feuerwehrreglements wurde der von der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) durchgeführte Kurs neu aufgebaut. Die Ausbildung betrifft nun nicht mehr nur Brandbekämpfung und Rettungsdienst, sondern neu werden die Gruppenführer auch in Technischer Hilfeleistung geschult.

Rundgang mit Gästen

Begleitet vom Kursinspektor René Lüscher, Leiter Feuerwehrausbildung im Kanton Aargau, besuchten Gemeindeammann Reto Fuchs, Gemeinderat Chris Schweizer und Schulpflegepräsidentin Riccarda Möller aus Bad Zurzach sowie der Rietheimer Gemeinderat Hans-Ulrich Voit diverse Arbeitsplätze. Ebenfalls Interesse an der Feuerwehrausbildung bekundeten von der AGV Marcel Guignard, Lukas Keller und Beat Kalbermatter. Gespannt sahen sie zu, wie eine Gruppe mittels Habegger und Titan-Verankerung einen «verunfallten» Traktor sicherten. Ein anderes Beispiel für technische Hilfeleistung ist die Absturzsicherung.

Im Rettungsdienst und in der Brandbekämpfung geht es einerseits um die Festigung der bereits in der Grundausbildung erworbenen Kenntnisse, anderseits deren Umsetzung in Lektionen. An Taktikobjekten – etwa ein Wohnhaus, an das eine alte Scheune angebaut ist oder ein älteres Gebäude im Dorfkern – lernen die Kursteilnehmer Gefahren und mögliche Entwicklungen eines Ereignisses erkennen.

Hervorragende Infrastruktur

Bad Zurzach sei ideal für solche Kurse, lobte Kurskommandant Indermühle. Es gebe nicht nur genügend Schulungsräume im Gemeindezentrum, sondern auch geeignete Arbeitsplätze in Bad Zurzach und Rietheim sowie genügend Hilfspersonal von der Stützpunktfeuerwehr. Er selber konnte auf die Unterstützung durch seinen Stellvertreter Thomas Meyer, den Adjutanten Marcel Schleuniger sowie den Administrator Thomas Hunziker zählen.

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