Seit rund einem Jahr ist am östlichen Dorfausgang von Döttingen ein Grossprojekt ausgesteckt. Und es scheint, als würden die Stangen geraume Zeit stehen bleiben. Gegen das Baugesuch der Priora Generalunternehmung AG in Basel sind zehn Einsprachen eingegangen.

Die Einsprecher monieren zu hohe und zu wuchtige Bauten, die sich mit der Umgebung nicht vertragen. Andere Einsprecher wollen erreichen, dass die Erschliessung nicht über die Schützenhausstrasse erfolgt und dass auf der Schützenhausstrasse nicht parkiert werden darf.

Diesen Anliegen steht gegenüber, dass der Gestaltungsplan für das Gebiet Chunte-Neuwingerte eine Erschliessung über die Schützenhausstrasse vorgibt. Geplant ist, die Schützenhausstrasse um einen halben Meter auf 4,5 Meter zu verbreitern. Bei der Einmündung in die Surbtalstrasse ist eine Fahrbahnbreite von 5,5 Metern vorgesehen.

Damit soll gewährleistet werden, dass gefahrlos in die Schützenhausstrasse ein- und ausgefahren werden kann. Das vom Architekturbüro Lämmli AG in Aarau verfasste Projekt sieht den Bau von drei Tiefgaragen vor; 21 Besucherparkplätze werden oberirdisch angelegt.

Häuserfront bleibt umstritten

Gegenstand der Einsprachen ist auch die Gestaltung der Fassade entlang der Hauptstrasse. Nachdem der Gemeinderat Döttingen und das mit der Vorprüfung beauftragte Planungsbüro die erste Fassadengestaltung abgelehnt und das Projekt zur Überarbeitung zurückgewiesen hatte, musste die Häuserfront entlang der Surbtalstrasse neu gestaltet werden.

Vorgesehen sind nun acht zusammengebaute und zueinander versetzte Häuser, wobei die äusseren Häuser um je ein Stockwerk gestutzt wurden, um eine architektonisch ansprechende Gliederung zu erhalten.

Sieben einzelne Blocks sind punktuell auf das 2,25 Hektaren grosse Areal verteilt. Die Einsprecher empfinden die Häuserfront auch nach der Überarbeitung als wuchtig und überrissen. Die Bauherrin Priora AG wollte sich dazu nicht äussern.

Baubeginn um ein Jahr verzögert

Die Einsprachen gegen das 42-Millionen-Projekt mit 139 Wohnungen sind vom Gemeinderat bearbeitet worden – zurückgezogen wurde bis jetzt noch keine.

Der Kanton hat das Baugesuch vorläufig sistiert. Eine Zustimmung ist erst zu erwarten, wenn die überarbeiteten Baupläne nachgereicht sind.

Ein Kredit von 1,32 Millionen Franken für die Erschliessung Chunte-Neuwingerte, die Sanierung der Schützenhausstrasse, den Bau einer Fussgängerquerung über die Kantonsstrasse sowie der Vergrösserung des Bachdurchlasses oberhalb der Surbtalstrasse ist an der Sommer-Gemeindeversammlung 2013 bewilligt worden. Die entsprechenden Projekte hat der Gemeinderat kürzlich genehmigt.

Ursprünglich hatte die Priora Generalunternehmung AG den Baubeginn im Spätsommer/Herbst 2013 angesetzt. Durch die Projektanpassungen und die Einsprachen verzögert sich der Beginn der Bauarbeiten.