Postulat

Grossräte fordern: Keine Flugzeuge mehr über den Atomkraftwerken

Flugzeuge sollen nicht mehr über Leibstadt fliegen

Flugzeuge sollen nicht mehr über Leibstadt fliegen

Der Regierungsrat soll prüfen, ob eine Flugverbotszone mit einem Radius von 5 Kilometern über den Atomkraftwerken Benzau und Leibstadt sowie über dem PSI und dem Zwilag eingerichtet werden soll.

An der Grosratssitzung vom Dienstag haben die sieben Zurzibieter Grossräte Walter Deppeler, Hansjörg Knecht, Patrick Gosteli (alle SVP), Franz Nebel (FDP), Astrid Andermatt (SP), Kurt Wyss und Theo Voegtli (beide CVP) zusammen mit den beiden Würenlinger Grossräten Andreas Senn (CVP) und Rolf Ryser (SVP) ein Postulat eingereicht mit der Forderung, der Regierungsrat solle prüfen, ob eine Flugverbotszone mit einem Radius von 5 Kilometern über den Atomkraftwerken Benzau und Leibstadt sowie über dem PSI und dem Zwilag eingerichtet werden soll.

Im Kanton Aargau könne zwar davon davon ausgegangen werden, dass die Sicherheit bei Flugzeugabstürzen gewährleistet sei, schreiben die Grossräte. Dennoch sei ein Restrisiko bei Überflügen der Anlagen durch Grossflugzeuge oder Kampfjets nicht auszuschliessen.

Unterschiedliche politische Ausrichtung

Die neun Grossräte unterschiedlicherer politischer Ausrichtung vertreten geschlossen die Ansicht, dass die vom Regierungsrat im Rahmen des SIL-Verfahrens angebotene An- und Abflugroute über das Surbtal und den Bözberg im Interesse einer Minimierung des Restrisikos nicht mehr unterstützt werden könne.

«Die Bevölkerung des Kantons Aargau darf den Anspruch erheben, dass der Regierungsrat zu ihrem verstärkten Schutz alle notwendigen Schritte unverzüglich einleitet», schreiben die Grossräte in ihrem Begehren an en Regierungsrat. Ein solcher Entscheid präjudiziere die künftige Energiepolitik in keiner Weise. Sie gewährleiste aber eine Steigerung der Sicherheit des Anlagenbetriebs. (az)

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