«Rheintal+»

Grosser Rat gibt Zurzach seinen Segen – die Aargauer Gemeindefusion ist beschlossene Sache

Feierlicher Akt: Die Gemeindeammänner vor der Propstei unterzeichneten den Fusionsvertrag in der Propstei in Wislikofen. (Dezember 2019)

Feierlicher Akt: Die Gemeindeammänner vor der Propstei unterzeichneten den Fusionsvertrag in der Propstei in Wislikofen. (Dezember 2019)

Die Fusion von acht Aargauer Gemeinden am Rhein ist endgültig. Der Grosse Rat hat am Dienstag den Zusammenschluss zur Einwohnergemeinde Zurzach und den entsprechenden Vertrag ohne Diskussion und einstimmig genehmigt.

Die Gemeinden erhalten eine Zusammenschlusspauschale von 3,2 Millionen Franken. Die Zusammenschlussbeiträge belaufen sich auf rund 8 Millionen Franken. Die Fusion kann nach dem Entscheid des Grossen Rates per 1. Januar 2022 umgesetzt werden.

Zur neuen Gemeinde an der Rheingrenze zu Deutschland gehören folgende Orte: Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen.

Grösste Aargauer Gemeinde

Die neue Gemeinde Zurzach wird rund 2619 Hektaren gross sein und damit die derzeit flächenmässig grösste Gemeinde Mettauertal (2159 Hektaren) übertreffen.

Seit 2015 hatten sich elf Gemeinden der Region "Rheintal+" mit der gemeinsamen Gestaltung ihrer Zukunft beschäftigt. Zehn Gemeinden nahmen eine vertiefte Prüfung einer Fusion vor.

An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung lehnte Fisibach den Zusammenschluss ab. An der Urnenabstimmung im vergangenen September verwarf Mellikon den Zusammenschluss.

Der Fusionsvertrag der acht Gemeinden regelt die wichtigsten Bedingungen für den Zusammenschluss. Gleichzeitig mit den Einwohnergemeinden werden auch die Ortsbürgergemeinden fusioniert.

Die bisherigen Ortschaften bleiben bestehen. Somit gibt es keine Änderungen der Ortschaftsnamen und Postleitzahlen. Die Vertragsgemeinden behalten auch ihre bisherigen Strassennamen bei.

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