Nachbarschaftsliebe Im modernen Profifussball sind Schweizer Spieler eine beliebte Beute von deutschen Bundesligaklubs. Bürki, Sommer, Hitz, Drmic, Stocker, Lustenberger und Co. verdienen ihren Lohn in Dortmund, Mönchengladbach und Berlin. Der umgekehrte Weg ist die Ausnahme – kommt aber vor. Beispielsweise beim FC Klingnau. Der Aargauer Zweitligist hat rund ein halbes Dutzend «Legionäre» in seinen Reihen. Und streckte die Fühler wieder aus. Was ennet der Grenze, auch beim Waldshuter Präsidenten Klaus Fricker, zu Unmut führte.

Beim VfB Waldshut beklagte man sich über die Transferpolitik des FC Klingnau. Der Ärger gipfelte darin, dass der deutsche Verein ein A-Juniorenspiel zwischen den beiden Vereinen kurzerhand absagte. Inzwischen hat sich der Sturm gelegt. Die gutnachbarschaftlichen Beziehungen sind wieder intakt, wie FC-Klingnau-Präsident Roger Meier versichert. Die neue Freundschaft geht gar so weit, dass die Klingnauer neu den feinen Kunstrasen der Waldshuter zu Trainingszwecken benutzen dürfen. 

Kein Ausverkauf! Apropos Nachbarschaft: Nicht nur das Regibad in Bad Zurzach liefert in diesen Tagen Gesprächsstoff (Stichwort Wasserrutsche). In Waldshut und Tiengen erhitzen
sich derzeit wegen der Zukunft der Freibäder die Gemüter. Im Vorfeld der Gemeinderats-Entscheidung über deren weitere Existenz organisiert eine Bürgerinitiative heute Samstag eine Aktion vor dem Rathaus.

Die Bevölkerung wird dazu eingeladen, Sonnenhüte, Badekleidung, Handtücher, Schwimmtiere, Taucherbrillen, Flossen und Liegestühle mitzubringen und damit ein symbolisches «Badeparadies» zu bilden. Um möglichen Missverständnissen für eifrige Einkaufstouristen aus dem Aargau vorzubeugen: Beim Anlass handelt es sich ausdrücklich nicht um einen Ausverkauf bei einem Billigdiscounter. (dws)