Klingnau

Goldfund sorgt an Gmeind für Gesprächsstoff: «Finderlohn soll verdoppelt werden»

Was soll Klingnau mit dem Goldfund anstellen, sollte er in vier Wochen tatsächlich zum Eigentum der Gemeinde werden?

Am Donnerstag kam es an der Gemeindeversammlung zu einem bemerkenswerten Votum: Ein Bürger bat denGemeinderat, «den Finderlohn von 10 auf wenigstens 20 Prozent zu erhöhen». Dies weil der Goldfund sowie die Ehrlichkeit des Bauamtsleiters und des Lehrlings, die den Fund sogleich der Polizei meldeten, weltweit für viele positive Schlagzeilen sorgten. «Eine solche Image-Kampagne könnte Klingnau nie zahlen.»

Das Votum traf einen Nerv: Die Gmeind spendete einen kräftigen Applaus. «Der Gemeinderat wird sich der Frage, wie ein allfälliger Erlös sinnvoll verwendet werden könnte, an seiner Klausur im Sommer annehmen», sagt Ammann Oliver Brun zur az. Vor dem Ablauf der Frist wolle er aber nicht über einen möglichen Verwendungszweck spekulieren - und sich deshalb auch nicht über die vorgeschlagene Verdoppelung des Finderlohns äussern.

2,6-Kilo-Goldfund geht an Gemeinde Klingnau - Finderlohn für Finder

2,6-Kilo-Goldfund geht an Gemeinde Klingnau - Finderlohn für Finder

5 Jahre nach dem Fund wird die Suche nach dem Goldbarren-Eigentümer bald eingestellt. Nicht alle Einwohner finden es fair, dass die Gemeinde die Goldbarren erhält und die ehrlichen Finder "nur" einen Finderlohn erhalten.

Die Goldbarren haben einen Wert von zirka 100’000 Franken. Der Erlös würde durch die Kosten für die juristischen Abklärungen sowie die Banktresormiete nur geringfügig geschmälert, sagt Brun. Der Bauamtsleiter, der auch an der Gemeindeversammlung anwesend war, wolle sich zum Thema nicht äussern, wie er der az sagte. Sein damaliger Lehrling ist seit mehreren Jahren nicht mehr bei der Gemeinde Klingnau angestellt.

Wem der oder gar die rechtmässigen Eigentümer der Goldbarren sind, ist nach wie vor mysteriös. Bekannt ist einzig, dass es der Staatsanwaltschaft bei der kriminaltechnischen Untersuchung des Fundes gelang, einen Fingerabdruck einer Person zuzuordnen. Gegen diese Person, deren Fingerabdrücke schon in einer Datenbank registriert waren, wurde ein Strafverfahren eröffnet. Es wurde aber schliesslich ergebnislos eingestellt. 

Mehr zu den Entscheiden der Gemeindeversammlung lesen Sie hier.

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