Klingnau

Goldene Zeiten: Bleibt der Besitzer fern, geht der 2,6-Kilo-Goldfund Ende Monat an die Gemeinde

2,6-Kilo-Goldfund geht an Gemeinde Klingnau - Finderlohn für Finder

2,6-Kilo-Goldfund geht an Klingnau statt Finder

5 Jahre nach dem Fund wird die Suche nach dem Goldbarren-Besitzer bald eingestellt. Aber nicht alle mögen der Gemeinde die 120'000 Franken gönnen.

Im Juni 2012 fanden zwei Klingnauer Gemeindeangestellte 2,6 Kilogramm Goldbarren. Am Ende des Monats ist die fünf Jahre-Frist um, in der sich der rechtmässige Besitzer melden kann. Dann geht der Fund an die Gemeinde – die Finder müssen sich mit zehn Prozent vom Fundwert begnügen.

Im Sommer 2012 sorgte der Goldfund von Klingnau tagelang für Schlagzeilen. Weil sich der Besitzer auch fünf Jahre nach dem Fund von zwei Gemeindemitarbeitern nicht gemeldet hat, darf sich voraussichtlich die Gemeinde über einen Zustupf von über 100'000 Franken freuen, wie die az bereits vor wenigen Wochen berichtete

Die beiden Finder hatten die Goldbarren, die in Seidenpapier eingewickelt in einem Plastiksack lagen, während der Arbeit gefunden. Deshalb kommen den Gemeindemitarbeitern nach Ablauf der Frist nur zehn Prozent zugute. Die Gemeinde hat dies juristisch abklären lassen. 

Im Städtchen kommt es nicht gut an, dass der Grossteil des Fundes an die Gemeinde geht, berichtet «TeleM1». «Zehn Prozent sind wenig», findet etwa Leonita Uka, die Wirtin des Restaurants "Warteck".

Ideen, was mit dem Geld angestellt werden könnte, haben die Klingnauer Einwohner genug. Von der Strassensanierung, über Investitionen in die Badi oder in ein neues Hotel – die Vorschläge, welche Erwachsene und Kinder gegenüber dem Regionalsender machen, sind kreativ. Bis Ende Monat bleibt es für die Gemeinde beim Träumen. Meldet sich der Besitzer nicht, wird der Zustupf in die Gemeindekasse Realität. (yas)

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