Asana Spitalgruppe

Gleich viel gearbeitet, aber weniger verdient: Gewinn verringert sich um vier Millionen

Geringerer Ertrag: Mehrere Faktoren drückten auch beim Spital Leuggern aufs Ergebnis.

Geringerer Ertrag: Mehrere Faktoren drückten auch beim Spital Leuggern aufs Ergebnis.

Bei der Asana Gruppe, zu der auch das Spital Leuggern gehört, verringerte sich der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um vier Millionen Franken.

René Huber erschien gestern leicht verspätet und etwas angespannt, um die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahrs den Medien zu präsentieren. Die Laune des Direktors vom Spital Leuggern hatte allerdings nichts mit dem Geschäftsgang 2017 zu tun. Eine längere IT-Panne hielten ihn und die zuständigen Spezialisten auf Trab.

Nicht ganz nach Wunsch verlief auch das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Betriebsgewinn der Asana Gruppe, zu der neben dem Spital Leuggern unter anderem das Spital Menziken und das Ärzte-Gesundheitszentrum Lägern AG in Ehrendingen gehören, erzielte 2017 mit einem konsolidierten Jahresgewinn von 1,3 Millionen Franken zwar ein positives Ergebnis, wie die Gruppe mitteilt. Man konnte jedoch nicht an das erfreuliche Resultat des Vorjahres mit einem Betriebsgewinn von 5,3 Millionen Franken anknüpfen.

Die Veränderungen fielen sowohl beim Aufwand wie auch beim Ertrag prozentual geringer aus. «Sie widerspiegeln die Kostenschere, die sich zunehmend auf die Margen im Gesundheitswesen auswirken», sagt René Huber. Nachteilig bemerkbar machten sich der sogenannte SwissDRG-Katalogeffekt, der die stationären Tarifstrukturen definiert, die hohe Zahl ambulanter Patienten (87 Prozent), die geringere Auslastung im stationären Bereich sowie die kürzere Aufenthaltsdauer. René Hubers Befund: «Wir haben zwar gleich viel gearbeitet, aber weniger verdient.»

Dennoch sei man auf stabilem Kurs, heisst es weiter. Als Beleg dient die Finanzierungslage der Asana Gruppe, die sich verbessert hat. Das Eigenkapital stieg von 65,9 Millionen Franken auf 67,2 Millionen und bewirkte damit einen weiteren leichten Anstieg der Eigenkapitalquote auf 84,5 Prozent.

Der Geschäftsbericht hält weiter fest, dass eine permanente Effizienzsteigerung für den wirtschaftlichen Betrieb unabdingbar ist. Dabei soll die Qualität der erbrachten Leistungen – die zu den eigentlichen Kernkompetenzen der Regionalspitäler und Pflegeheime gehören – nicht infrage gestellt werden. Mit unverändert 435 Vollzeitstellen, davon 187 in Leuggern, konnte die Gruppe die hohen Standards sicher stellen. Nachweis dafür ist die erneute Auszeichnung des Qualitätslabel «sanaCERT».

Kein Grund zur Sorge

René Huber bereitet das Ergebnis keine Kopfschmerzen. Er versteht es vielmehr als Ansporn für anstehende Herausforderungen, wie die Umsetzungen des Projekts «Impuls», die Erweiterung von Kooperationen mit anderen Leistungsträgern (z.B. das Kantonspital Baden) sowie die Umsetzung «ambulant vor stationär». Sein Ziel: «Das Spital in Leuggern soll dank verschiedenen Fachgebieten das Gesundheitszentrum für das Zurzibiet sein.» Ein Angebot, dass bei der lokalen Bevölkerung offensichtlich geschätzt wird. Von den rund 4200 stationären Patienten, kamen im letzten Jahr knapp die Hälfte aus dem Bezirk.

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