Die Eisenbahnbrücke über die Aare zwischen dem Bahnhof Koblenz und Felsenau muss verstärkt werden. Besonders im Hochwasserfall sei die Stabilität der Brücke gefährdet, schreibt «Die Botschaft». Die SBB planen deshalb, die Pfeiler mit Ankern zu verstärken und dazu neue Betonriegel zu bauen. Zusätzlich soll auch der Gehweg über die Brücke saniert werden.

Für den Bau ist ein Rodungsgesuch von 14 Aren Wald nötig. Die 236 Meter lange Brücke wurde 1892 von der «Schweizerischen Nordostbahn» als Bestandteil der Rheintalbahn von Basel nach Romanshorn gebaut. Der fahrplanmässige Verkehr auf der Strecke zwischen Koblenz und Laufenburg wurde 1994 eingestellt.

Heute fahren vor allem Güterzüge über die Brücke. Dass auch der Gehweg über die 236 Meter lange Brücke saniert wird, ist nicht selbstverständlich. Die SBB planten die Renovation bereits für 2013 oder 2014 und wollten dabei auf den Fussgängersteg verzichten – mit dem Argument, dass beim nahen Kraftwerk Klingnau und bei der Autobrücke von Koblenz nach Felsenau bereits gute Übergänge bestünden.

«Dass der Fussgängersteg nun bleibt, ist sehr erfreulich», sagt Stefan Kalt, Gemeindeschreiber und Leiter der Bauverwaltung von Leuggern, zur «Botschaft». Hintergrund: Der Fussweg dient vorwiegend den Bewohnerinnen und Bewohnern des Leuggemer Ortsteils Gischberg-Felsenau als direkte Verbindung vom und zum Bahnhof Koblenz.

Die Pläne liegen bis zum 27. August bei den Gemeinden Leuggern und Koblenz zur Einsicht auf. Der Baustart ist für Juli 2019 vorgesehen. Bis im Januar 2021 soll die Brücke fertig saniert sein. (az)