Rekingen

Fusionsprojekt «Rheintal+»: Gegner und Befürworter kreuzen ein letztes Mal die Klinge

An mehreren Infoanlässen zum Fusionsprojekt informierten die Gemeinden. (Archivbild: 24. Januar 2019)

An mehreren Infoanlässen zum Fusionsprojekt informierten die Gemeinden. (Archivbild: 24. Januar 2019)

Am 8. September entscheiden neun Gemeinden über Zusammenschluss – am Donnerstag informieren die Behörden ein letztes Mal.

Nach knapp dreijähriger Vorbereitungszeit biegt das Fusionsprojekt «Rheintal+» auf die Zielgerade ein. Am 8. September entscheiden die Stimmbürger der neun Gemeinden Bad Zurzach, Baldingen, Böbikon, Kaiserstuhl, Mellikon, Rekingen, Rietheim, Rümikon und Wislikofen über einen definitiven Zusammenschluss.

Mit einer Informationsveranstaltung will die Projektleitung am Donnerstag in der Turnhalle Rekingen (ab 19.30 Uhr) die Bevölkerung ein letztes Mal auf den neuen Stand bringen. Nach der deutlichen Zustimmung an den ausserordentlichen Gemeindeversammlungen Ende Mai können Gegner und Befürworter der Projektleitung nochmals auf den Zahn fühlen. Der Schwerpunkt der Orientierung betrifft das Thema Finanzen. «Es ist uns ein grosses Anliegen, die finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinden sowie vorhandene Unsicherheiten betreffend die anstehenden Investitionen unter Berücksichtigung der aktuellen Zahlen 2018 so transparent wie möglich aufzuzeigen», sagt Sprecher Andi Meier.

Fusionsgegner aus Mellikon auch anwesend

Zu diesem Zweck wird Baldingens Ammann René Meier, der die Gruppe Finanzen leitete, Red und Antwort stehen. Gesprächsstoff dürfte der Verpflichtungskredit der Gemeinde Bad Zurzach von knapp 18 Millionen Franken für das Fleckenkonzept liefern. Skeptiker befürchten, dass sich die finanzielle Last negativ auf die neue Gemeinde auswirken könnte.

Bad Zurzachs Ammann Reto S. Fuchs betonte an der Sommergmeind im Juni, dass die anderen Gemeinden, die einen Finanzausgleich erhielten, dadurch nicht belastet würden. Trotzdem wird Fuchs heute dazu nochmals Stellung nehmen.

Mit Interesse werden die Ausführungen der Gruppe aus Mellikon erwartet, die als einziges Lager öffentlich in Erscheinung getreten ist und sich vehement gegen eine Fusion ausspricht. Der Gruppe gehören offiziell 26 von 149 Stimmberechtigten an. Man werde genau zuhören und, wenn notwendig, das Wort ergreifen, richten die Gegner der Zurzibieter Grossheirat aus.

Autor

Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

Meistgesehen

Artboard 1