Klingnau/Döttingen

Fusion Döttingen/Klingnau: Jetzt heisst es Ärmel hochkrempeln

Klingnau (im Vordergrund) und Döttingen prüfen den Zusammenschluss.  Angelo Zambelli

Klingnau (im Vordergrund) und Döttingen prüfen den Zusammenschluss. Angelo Zambelli

Der Startschuss für das Projekt «Prüfung der Vereinigung der Gemeinden Döttingen und Klingnau» ist gefallen. Die Arbeitsgruppen stehen vor spannenden Aufgaben.

Nach dem positiven Entscheid der beiden Gemeindeversammlungen im November 2010 zum Planungskredit für die detaillierte Ausarbeitung und Prüfung einer möglichen Fusion Döttingen/Klingnau hat die Projektleitung unter der Führung der beiden Gemeindeammänner Peter Bühlmann (Klingnau) und Peter Hirt (Döttingen) zur Startsitzung geladen.

An der Startsitzung im katholischen Pfarreizentrum «Johanniter» in Klingnau betonte Peter Bühlmann, die Arbeiten müssten sich nicht auf die Klärung der Frage «Fusion ja oder nein» konzentrieren, sondern auf die Ausarbeitung eines detaillierten Konzepts. Der Entscheid für oder gegen eine Fusion obliege in rund eineinhalb Jahren dem Souverän der beiden Gemeinden. «Wir sind die Architekten und Planer, die das neue Haus konstruieren und gute Lösungen erarbeiten wollen.

Ob das Haus, das wir planen, gebaut wird, entscheidet der Souverän», fasste Peter Bühlmann seine Einleitung zusammen. Weiter betonte er, dass ein solches Projekt für beide Gemeinden Neuland sei und dass mit Jean-Claude Kleiner dem Projektteam ein erfahrener Berater zur Seite stehe, der die intensiven Arbeiten der kommenden Monate unterstützen werde.

Jean-Claude Kleiner führte durch die verschiedenen Themen wie Zielsetzungen, Projektorganisation, Projektplan sowie die Spielregeln, die ein solches Projekt erfordern. Im Vorfeld war die Bevölkerung aufgerufen worden, sich für die verschiedenen Arbeitsgruppen zu melden.

Das Interesse war so gross, dass die Projektleitung entschied, die 7 Arbeitsgruppen anstatt wie geplant mit 50 Personen neu mit 70 Personen zu bilden, je 10 pro Arbeitsgruppe. Jean-Claude Kleiner erläuterte die Aufgaben und Zielsetzungen der Arbeitsgruppen und die Zuteilung der entsprechenden Personen.

Alle Arbeitsgruppen sind paritätisch zusammengesetzt, das heisst, von beiden Gemeinden sind jeweils die gleiche Anzahl Personen in einer Arbeitsgruppe vertreten. Es sei eminent wichtig, dass keine Bevorteilung einer Gemeinde entstehen könne, sagte Kleiner.

Vier intensive Workshops

Die Arbeitsgruppen wurden wie folgt gebildet: Behörden und Verwaltung;Schulwesen; Werke; Entwicklung, Planung, Verkehr; Finanzen, Liegenschaften; Werkhof, Forst, Ortsbürgergemeinden; Vereine, Kultur, Name und Wappen.

Bis Ende 2011 werden nun je Arbeitsgruppe vier intensive Workshops in Klingnau und in Döttingen durchgeführt und die Ausarbeitung der jeweiligen Detailkonzepte in Angriff genommen. Es ist ein erklärtes Ziel des Projekts, die Bevölkerung, die Nachbargemeinden und die kantonale Verwaltung etc. in den kommenden Monaten auf dem Laufenden zu halten und eine transparente Kommunikation zu verfolgen.

Auch für Wappen gelten Regeln

Nach den Ausführungen von Jean-Claude Kleiner führte Rolf Kälin, Heraldiker aus Einsiedeln, das ganze Projektteam als Einstieg in dieses intensive Projekt, in die Fragenstellung der Namensgebung und Wappen ein.

Ein für dieses Projekt sehr spannendes Thema, welches sicherlich auch mit Emotionen verbunden sein wird. Nach einer interessanten Einführung erläuterte Rolf Kälin die Regeln eines Wappens und gab erste Schützenhilfe für die weiteren Arbeiten dieser Arbeitsgruppe.

Die wichtigste Aussage für das ganze Projektteam war die Tatsache, dass bei einer Fusion die heutigen Wappen für die jeweiligen Ortsteile bestehen bleiben. Zusätzlich wird es ein neues, gemeinsames Gemeindewappen geben.

Weitere Infos auf: www.doettingen.ch / www.klingnau.ch

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