Zurzibiet

Für Feuerwerk am 31. Juli braucht es jetzt keine Bewilligung mehr

Feuerwerkfans können ab diesem Jahr im Zurzibiet schon am 31. Juli ohne Bewilligung Raketen zünden.

Feuerwerkfans können ab diesem Jahr im Zurzibiet schon am 31. Juli ohne Bewilligung Raketen zünden.

Anfang Jahr trat das teilrevidierte Reglement der Regionalpolizei Zurzibiet in Kraft. Wer Feuerwerk am Tag vor dem 1. August, braucht keine Bewilligung mehr. Und: Wer beim Pinkeln öffentliches oder Privateigentum beschmutzt, zahlt 100 Franken.

Das per 1. Januar 2014 angepasste Polizeireglement beinhaltet nicht nur den neuen «Rossbollen-Paragrafen», nach dem Pferdemist in Siedlungsgebieten nicht mehr toleriert wird (die az berichtete). Auch andere Passagen wurden geändert. So ist zum Beispiel das Abbrennen von Feuerwerk nicht mehr nur am 1. August und an Silvester bewilligungsfrei, sondern neu auch am 31. Juli.

Wer sich nicht daran hält, muss wie bisher mit einer Busse von 200 Franken rechnen. Will man in Häusern oder auf der Strasse Geld oder Naturalien sammeln, muss zuerst eine Bewilligung eingeholt werden. Dafür ist jetzt der Gemeinderat zuständig.

Früher durften Kinder unter 16 Jahren nach 23 Uhr nicht mehr ohne elterliche Begleitung auf öffentlichen Plätzen und Strassen unterwegs sein. Neu brauchen sie nur noch eine schriftliche Einwilligung der Eltern, müssen aber nicht mehr begleitet werden. Dafür ist es ihnen neu untersagt, im öffentlichen Raum oder öffentlichen Gebäuden Alkohol zu trinken.  

Jugendliche bis zum 18. Geburtstag dürfen in der Öffentlichkeit keine Spirituosen trinken. Werden sie erwischt, nimmt ihnen die Polizei die Getränke weg und übergibt diese den Eltern. In schweren Fällen wird die zuständige Jugendschutzstelle informiert.

Wie bisher ist es nicht erlaubt, auf öffentlichem Grund oder an einem gut einsehbaren Ort seine Notdurft zu verrichten – das Pinkeln an die Rathausmauer war also schon immer verboten. Neu ist hingegen der Passus, dass man «beim Verrichten der Notdurft im Siedungsgebiet öffentliches oder privates Eigentum nicht beschmutzen darf». Tut man dies trotzdem, droht eine Ordnungsbusse von 100 Franken.

Dank des teilrevidierten Reglements können Übertretungen vermehrt direkt beim Verursacher gebüsst werden – via Ordnungsbussenverfahren. Bisher war dafür oft ein Strafbefehlsverfahren durch den Gemeinderat nötig.

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