Wohnen

Freie Wohnungen werden wieder knapper im Bezirk Zurzach – ausser Neubauten

Im Bezirk Zurzach sind die leeren Wohnungen seltener geworden:

Im Bezirk Zurzach sind die leeren Wohnungen seltener geworden:

Im Aargau ist die Anzahl leer stehender Wohnungen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Im Bezirk Zurzach hingegen sind die leeren Wohnungen seltener geworden: Nur noch 172 waren am Stichtag zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschrieben.

Die Zahl der leerstehenden Wohnungen ist eine wichtige Kenngrösse – sie zeigt die Entwicklung des Immobilienmarkts und jene der Bau-, Finanz-, und Wirtschaftsbranche. Das kantonale Statistikamt hat kürzlich die Leerwohnungszahlen per 1. Juni 2014 bekannt gegeben. Im Aargau ist die Anzahl leer stehender Wohnungen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Im Bezirk Zurzach hingegen sind die leeren Wohnungen seltener geworden: Nur noch 172 waren am Stichtag zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschrieben (Vorjahr: 231). In keinem anderen Bezirk stehen so wenige Wohnungen leer (Laufenburg: 201; Spitzenreiter Baden: 816). Rund ein Viertel davon sind Einfamilienhäuser (Kanton: 15 Prozent). Hier ist die Anzahl der leer stehenden Wohnungen gesunken. Die Leerwohnungsziffer, also der Anteil der leeren Wohnungen an der Gesamtwohnungszahl, ist noch nicht bekannt.

Klar mehr Neubauwohnungen

Etwa jede zehnte Leerwohnung im Zurzibiet ist jünger als zwei Jahre (Kanton: jede vierte). Die absolute Zahl der leeren Neubauwohnungen ist sowohl im Zurzibiet als auch im kantonalen Durchschnitt angestiegen. Vor einem Jahr gab es im Bezirk neun Objekte, heute sind es 16 – davon 10 in Klingnau und 5 in Döttingen. Dabei handelt es sich fast ausschliesslich um Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern. Zum Vergleich: Der Bezirk Baden hat 260, Brugg 60 und Laufenburg 53 leere Neubauwohnungen.

In der Statistik sind die Wohnungen nach Zimmergrösse aufgeteilt. 62 Prozent der leeren Wohnungen im Zurzibiet haben mindestens vier Zimmer (Vorjahr: 59 Prozent) und sind daher eher für Familien interessant. Die meisten dieser 105 grossen Wohnungen stehen in Döttingen leer (14), gefolgt von Rekingen (10), Klingnau und Schneisingen (je 9). Gar keine solchen Objekte gab es in Endingen und Rietheim.

Singles oder Paare, die mit weniger als vier Zimmern auskommen, konnten aus 67 Objekten auswählen (Vorjahr: 94). Die meisten leeren Kleinwohnungen befanden sich in Klingnau (9), Döttingen (7), Leuggern und Kaiserstuhl (je 6). Gar gar nicht fündig wurde man in Endingen sowie in Rümikon und Mellikon. Baldingen, Lengnau und Schneisingen weisen je eine leere Wohnung mit weniger als vier Zimmern auf.

Im Vergleich mit dem Vorjahr fallen die Leuggemer Zahlen ins Auge. 2013 gab es dort ganze 48 Leerwohnungen, ein Fünftel des ganzen Zurzibieter Bestandes. Darunter waren keine einzige Neubauwohnung und nur 12 Einfamilienhäuser. In der diesjährigen Zählung meldete Leuggern per 1. Juni nur noch 11 Leerwohnungen. Spitzenreiter dieses Jahr sind Döttingen mit 21 und Klingnau mit 18 Leerwohnungen, fast alle in Mehrfamilienhäusern.

«Wer Wohneigentum in guter Qualität zu günstigen Preisen kaufen will, wird im Bezirk Zurzach fündig», sagte Theo Zihlmann, Immobilienfachmann aus Koblenz, im Oktober 2013 gegenüber der az. Der Experte prognostizierte ein Überangebot bei den Mietwohnungen: «Im unteren Aaretal wird eher zu viel gebaut, der Markt wird nicht
alles aufnehmen können.» (NRO)

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