Zehn Jahre ist es her, dass das Künstlerehepaar Daria Zappa und Massimiliano Matesic aus Kaiserstuhl das Konzertfestival ins Leben rief. Zur Jubiläumsausgabe waren hochkarätige Musiker verschiedener Sparten an besonders schönen Orten zu hören.

Seit 2008 setzt das Festival der Stille in Kaiserstuhl Zeichen gegen die Lärmverschmutzung, wie Matesic bei der Begrüssung zum Jubiläumskonzert erläuterte: Die kleinen, aber feinen Konzert-Locations beidseits des Rheins bieten Raum für intime Konzerte mit leisen Tönen und engem Kontakt zwischen Publikum und Artisten. Und das kommt offensichtlich an: Bei drei Konzerten wurden Zusatzplätze nötig, zwei waren fast ausverkauft.

Für das Jubiläumskonzert wurde in weiser Voraussicht ein grösseres Lokal gewählt – das Ebianum in Fisibach: 380 Zuschauende genossen unter dem Titel «East meets West» klassische Werke, eine Eigenkomposition von Matesic sowie eine Warda von Alyamani, einem zeitgenössischen syrischen Komponisten.

Es geht weiter

Beim Apéro riche, organisiert vom Gönnerverein des Festivals, unter der Leitung von Evelin Züllig, zeigte sich deutlich, was das kleine Festival am Rhein von den Grossen unterscheidet: Zufrieden plaudernd sass Avi Avital, der virtuose Mandolinenspieler, unter den Kolleginnen und Kollegen vom Orchester, gab Autogramme und spielte mit dem Sohn der künstlerischen Leiterin, Daria Zappa. Die Violinistin war hoch zufrieden: «Die Grosszügigkeit der Sponsoren hat zwei hochkarätige Musikwochenenden ermöglicht.» Sie ziehe jeweils die Fäden unter ihren Musikerkollegen – und das gehe zunehmend einfacher, weil es sich auch unter ihnen herumspräche.

Einen grossen Anteil tragen sie, ihre Familie und Freunde bei, welche die Musiker betreuen, bei sich zu Hause bekochen und persönlich vom Flughafen abholen. Und natürlich geht es weiter, bestätigen Matesic und Zappa. Stargeiger Daniel Hope hat für nächstes Jahr bereits zugesagt:

Youtube/Festival der Stille