Endingen

Felswand kam ins Rutschen – wegen der vielen Niederschläge

Wegen eines Felssturzes staute sich letzte Woche die Surb zwischen Endingen und Tegerfelden. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt.

In Endingen staunte man nicht schlecht, als am vergangenen Donnerstag ein Felsrutsch eine mehrere Meter breite Schneise schlug und das Bachbett der Surb verschüttete. 100 Kubikmeter Geröll hatten sich aus der Nagelfluh gelöst und rutschten den Hang runter. Daraufhin trat das Wasser über die Ufer und suchte sich einen Weg über das angrenzende Landwirtschaftsland.

Fachleuten gelang es, die Situation rasch zu entschärfen. Mit einem Bagger wurde ein Durchlauf gegraben, um das Wasser zurück in die Surb zu leiten. Laut Hans-Peter Nussbaum, Fachbereichsleiter Gewässerunterhalt beim Kanton, steht die Stelle weiterhin unter Beobachtung. Er rechnet nicht damit, dass in den kommenden Tagen weitere Abbrüche zu erwarten sind. «Der Stein ist zwar porös, im Moment sind aber keine weiteren Massnahmen vorgesehen.»

Grund für den Abbruch dürften gemäss Nussbaum die vorangegangenen Niederschläge gewesen sein. Zudem dürften die ständigen Temperaturunterschiede eine Instabilität des Hangs verursacht haben.

Die bis zu 20 Tonnen schweren Felsbrocken sollen laut Hans-Peter Nussbaum vorläufig nicht entfernt werden, weil die Fische derzeit am Laichen sind und möglichst nicht gestört werden sollen. Es besteht auch deshalb keine Eile, weil von der Abbruchstelle keine Liegenschaften oder Wege unmittelbar betroffen sind.

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