Bei der 36. Auflage des Turniers kann man sicher von einem Traditionsanlass sprechen, den die Klingnauer Fussballer jedes Jahr aufs Neue stemmen. Immer gegen Ende des Winters, kurz vor Eröffnung der neuen Freiluftsaison, ist das FC-Hallenturnier ein Kräftemessen regionaler Teams: Wo stehen wir? Wie stark sind die Anderen? Wie kann das Zusammenspiel noch verbessert werden?

In der Halle gelten andere Regeln als auf dem Platz. In nur 10 Minuten Spielzeit ist Ausdauer wie bei 90 Minuten nicht so notwendig. Weniger Spieler, kleiner Raum, schnelle Konter und eine Bandenbegrenzung statt Seitenaus – das ist Hallenfussball.

Tempo, Tempo, Tempo

Die Begegnungen, in jeder Kategorie – allein 20 in der Vorrunde – sind bei den Aktiven so temporeich, dass selbst die vom Verein organisierte Videoübertragung Mühe hat, das Spielgeschehen stets einzufangen. Übertragen werden die Live-Bilder in die Festbeiz. Dort können die Mannschaften, die sich gerade stärken, die Spiele auf dem Bildschirm mitverfolgen. So werden sie Zeuge, wie es bei den beiden Klingnauer Teams gegen Döttingen, Birr, Stein und Zurzach nicht ganz so optimal läuft. Dabei ist das A-Team Titelverteidiger. Doch den Sieg bei den Aktiven 2016 trägt Döttingen davon.

Mit dem ersten Teil des Hallenturniers liegen drei arbeitsreiche Tage hinter dem FC. Waren vergangenes Wochenende schon die älteren Junioren und die Frauen an der Reihe, wird es kommendes Wochenende mit Teil 2 des Wettbewerbs noch einmal turbulent: Am Samstag, 20. Februar, und Sonntag, 21. Februar, sind die E-, F- und G-Junioren am Start. Weil die Allerkleinsten, die Jüngsten sind Jahrgang 2010, Mamis, Papis, Omas, Opas und Geschwister mitbringen, die sie am Spielfeldrand anfeuern, wird die Schützenmatt-Halle sicher aus allen Nähten platzen. So kann der FC Klingnau sein Hallenturnier auch zu einer Einnahmequelle werden lassen. Schliesslich soll sich der immense Aufwand auch lohnen.

Rund 200 Helfer sind an den beiden Wochenenden im Einsatz. Vor fünf Jahren haben sie das Hallenturnier für die Junioren geöffnet, die kaum der Pampers-Liga entwachsen sind.

OK-Präsident Marcel Cavelti hat es bis heute nicht bereut. Er möchte den Anblick nicht mehr missen, wie auch schon 5- und 6-Jährige um den Ball kämpfen.