Kleindöttingen

Faustball Europa Cup – Deutsches Team siegt im Regen

Grosse Erleichterung nach dem Matchball bei Raphael Schlattinger (TSV Calw). Bild: Fabio Baranzini

Grosse Erleichterung nach dem Matchball bei Raphael Schlattinger (TSV Calw). Bild: Fabio Baranzini

Das Team des TSV Calw gewinnt beim ersten Auftritt auf europäischem Parkett den Faustball-European-Cup in Kleindöttingen.

Zehn Mannschaften aus vier Ländern waren es, die in Kleindöttingen um den Sieg beim European Cup der Faustballer gekämpft haben.

Als Organisator zeichnete die Männerriege Eien-Kleindöttingen verantwortlich, die dabei auf die Unterstützung der Frauenriege zählen konnte. OK–Präsident Felix Widmer zog bereits kurz vor dem grossen Finalspiel ein positives Fazit.

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Event. Vor allem das Niveau, das die Teams geboten haben, war schlicht sensationell. Da haben einige Zuschauer nicht schlecht gestaunt, was da alles noch für Bälle ausgegraben wurden», so Widmer.

Titelverteidiger Widnaus starker Beginn

Und als hätten die beiden Finalisten Widmers Worte gehört, lieferten sie gleich den Beweis dafür. Im Final des European Cup kam es nämlich zum Duell zwischen Titelverteidiger Widnau und Herausforderer Calw aus Deutschland, das sein allererstes internationales Turnier bestritt. Beide Teams hatten im Verlauf des European Cup stark aufgespielt und sich verdientermassen fürs Finale qualifiziert.

Die Widnauer, die ihre starke Form bereits vor einer Woche mit dem Meisterschaftssieg gegen Tabellenführer Diepoldsau angedeutet hatten, erwischten den besseren Start. Sie spielten präziser und druckvoller, sodass sie die ersten beiden Sätze gewinnen konnten.

Doch schon zum Ende des zweiten Satzes kam Herausforderer Calw – angeführt vom Schweizer Nationalspieler Raphael Schlattinger – immer stärker auf.

Und diesen Trend konnten sie mit Fortdauer der Partie bestätigen. Wenig später stand es 2:2 in den Sätzen. Der fünfte Durchgang musste entscheiden. Und just in dieser entscheidenden Phase begann es wie aus Kübeln zu regnen. Keine einfache Situation für die Spieler. Doch sie meisterten auch diese Herausforderung souverän und boten den Zuschauern weiterhin spektakulären Faustballsport auf höchstem Niveau.

Beeindruckende Wende von Calw

Das bessere Ende behielt dann der TSV Calw für sich. Mit 15:13 sicherten sie sich den fünften Satz und konnten den ersten internationalen Titel bejubeln. «Der Knackpunkt war der dritte Satz. Da haben wir endlich richtig ins Spiel gefunden. Am Ende war es ein Duell auf Augenhöhe, bei dem wir zum Glück ein paar Fehler weniger machten», so Schlattinger.

Bei den Widnauern war die Enttäuschung gross. Doch schon wenige Minuten nach der Partie fand Captain Mario Kohler auch viel Positives: «Wir haben ein grossartiges Turnier gespielt und konnten all das abrufen, was wir uns vorgenommen hatten. Entsprechend müssen wir mit diesem zweiten Rang zufrieden sein.»

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