Am Wochenende waren in Leibstadt die Teufel, die Dämonen und die Hexen los. Angelockt wurden sie vom diesjährigen Narrentreffen, welches die Guggenmusig «Seifesüder» nach 2009 bereits zum zweiten Mal organisierte. Es ist ihr 37. Jubiläum – und bei der Gugge gilt: «Jede Primzahl ist ein Grund zum Feiern!»

Am Narrentreffen mischt sich jeweils die Schweizer mit der deutschen Fasnachtskultur. OK-Präsident Josua Vögele ist stolz auf den internationalen Charakter des Anlasses: «Es ist ein kultureller und vor allem grenzüberschreitender Event, welcher jedes Jahr viele Gäste aus dem Ausland anlockt. Deshalb wurden wir bei der Organisation auch stark vom Kanton unterstützt», erklärt Vögele. Bei den «Seifesüdern» habe man einen sehr engen Kontakt zu den Narren in Deutschland und dem OK sei es wichtig, diese Beziehungen auch zu pflegen.

Dämonen, Hexen und Teufel: In Leibstadt sind die Narren los!

Dämonen, Hexen und Teufel: In Leibstadt sind die Narren los!

Konfetti-Attacke auf Hürzeler

Das Highlight des Narrentreffens war der Umzug am Sonntagnachmittag. Von insgesamt 78 teilnehmenden Gruppen reiste rund die Hälfte aus dem Ausland an. Die über 3000 Narren gestalteten den Abschluss des Narrenfests mit kreativen Verkleidungen, unterhaltsamer Musik und natürlich mit viel Konfetti.

Narrentreffen - Gemeinde Leibstadt

Von letzterem wurde auch die Prominenz auf der Ehrentribüne nicht verschont. Besonders SVP-Regierungsrat Alex Hürzeler bekam die zahlreichen Konfetti-Attacken zu spüren, nahm es aber mit Humor. Als Wiedergutmachung wurde ihm schliesslich ein Schluck aus dem magischen Kelch der «Wiischmöcker» aus Dogern gewährt.

Auf der Ehrentribüne war neben Hürzeler auch SVP-Nationalrat Hansjörg Knecht anzutreffen. Für das Narrentreffen amtete er als Schirmherr: «Diese Aufgabe freut und ehrt mich natürlich sehr», sagt Knecht bei seiner Ansprache am Zunftmeisterempfang, «ich hoffe einfach, dass ich nicht nur auserwählt worden bin, weil Politiker schon grundsätzlich als Narren wahrgenommen werden.»

Internationales Narrentreffen in Leibstadt

Internationales Narrentreffen in Leibstadt

Fasnacht stark verankert

Die hohen Besucherzahlen am vergangenen Wochenende zeigen den enorm hohen Stellenwert, welcher die Fasnacht in Leibstadt hat. Fast alle Einwohner seien irgendwie in die Organisation involviert gewesen, erzählt OK-Präsident Vögele stolz : «Wir hatten so viel Unterstützung – von den Vereinen, von der Schule, von der Kirche. Sie alle haben das Narrenfest erst ermöglicht!»

Das nächste Primzahl-Jubiläum zu feiern gäbe es im Jahr 2019 beim 41. Jubiläum. Daran denkt das Organisationskomitee momentan aber noch nicht. Zuerst gehe es jetzt darum, den verpassten Schlaf nachzuholen und wieder genügend Energie für den Rest der fünften Jahreszeit zu sammeln.

Narrentreffen - Gemeinde Leibstadt 2