Am Mittwoch, 28. November, findet um 19.30 Uhr in der Aula des Schulhauses Dorf in Würenlingen die Vorstellung des Buchwerkes «Die Kriegsjahre» statt.

Geschrieben hat es Arthur Schneider (76), der ehemalige Gemeindeammann Würenlingens. Schneider hat bereits das Buch «Good bye everybody» über den Absturz des Swissair-Flugs 330 geschrieben. Es behandelt den bis heute grössten Terroranschlag, den die Schweiz erlebt hat: Am 21. Februar 1970 explodierte im Frachtraum der Swissair-Maschine eine Bombe. Das Flugzeug stürzte im Würenlinger Unterwald ab, die 38 Passagiere und 9 Crew-Mitglieder kamen ums Leben. Schneider sass zur Zeit des Unglücks im Würenlinger Gemeinderat.

Zu seinem neuen Buch «Kriegsjahre» sagt er: «Über zwölf Jahre wurden Akten und Berichte zusammengetragen, recherchiert, Interviews mit Zeitgenossen geführt und in einem Buchwerk zusammengefasst. Zeitzeugen, die zwischenzeitlich verstorben sind, erzählen von der schwierigen Zeit, den Ängsten und Entbehrungen. Es gab aber auch Liebesgeschichten, schlaue und erfinderische Soldaten. Aber über die Kriegsjahre herrschte eine ausserordentliche Solidarität und Hilfsbereitschaft.» Erinnert wird etwa an den Friedensapostel Max Daetwyler, der im Ersten Weltkrieg den Eid verweigerte und bis Ende 1960 mit seiner weissen Fahne unterwegs war.

Regionales wird im Buch nicht ausgelassen: Auch im Aargau gab es Landesverräter. Der Gemeinderat von Würenlingen war auf dem Prüfstand, blieb konsequent und verweigerte ein Rechtshilfegesuch. Am 25. Dezember 1944 stürzte zwischen Würenlingen und Unterendingen ein amerikanischer Liberator-Bomber ab. Es bleiben Erinnerungen und ein Denkmal.

«Vergleiche von den Kriegsjahren zur heutigen Zeit bestätigen, dass es viele Parallelen gibt. Oder gehören Kriegsjahre zur Alltäglichkeit?», sagt Schneider. Das Buchwerk wird abgeschlossen mit dem Vermerk: Nach dem Kriege – vor dem Kriege.

«Das Buch gibt jedenfalls viele Denkanstösse und unsere Vergangenheit könnte auch heute in vielen Bereichen wegweisend sein», sagt Schneider.