Bad Zurzach

«Es ist höchste Zeit für neue Räumlichkeiten»: Die Werkbetriebe ziehen um

So sieht der neue Arbeitsplatz der Werkbetriebe aus: An der Baslerstrasse zwischen Thermalbad und Rhein entsteht der zweistöckige Werkhof. Visualisierung/ZVG

So sieht der neue Arbeitsplatz der Werkbetriebe aus: An der Baslerstrasse zwischen Thermalbad und Rhein entsteht der zweistöckige Werkhof. Visualisierung/ZVG

An neuer Lage zwischen Thermalbad und Rhein: Bis im Frühjahr 2019 entsteht ein moderner Werkhof.

Tag für Tag pflegen und unterhalten die Werkbetriebe Bad Zurzach die Anlagen und Infrastruktur des Fleckens. Bislang war der zuständige Werkhof am Schiffsmühleacherweg beim Regibad Zurzach beheimatet. Doch schon bald erhalten die Mitarbeiter einen rundumerneuerten Arbeitsplatz: An der Baslerstrasse zwischen Thermalbad und Rhein entsteht der neue Werkhof. Gestern fiel mit dem Spatenstich der Startschuss für das 4,3-Millionen-Projekt.

«Es ist höchste Zeit für neue Räumlichkeiten», betonte Peter Moser, Gemeinderat und Präsident der Baukommission, vor zahlreichen Gemeindekollegen und Vertretern der Bauherrschaft. «Die Lagerkapazitäten im heutigen Holzschopf des Werkhofs sind sehr begrenzt und die Personalinfrastruktur ist stark überaltert.» Ein funktionierender Werkbetrieb sei damit nicht mehr gewährleistet, so Moser weiter.

Der neue Werkhof entsteht auf der benachbarten Parzelle neben der Stützpunktfeuerwehr Bad Zurzach-Rietheim und dem Wärmeverbund Bad Zurzach der AEW Energie AG. «Verkehrstechnisch wird der Werkhof perfekt erschlossen sein», freute sich Gemeindeammann Reto S. Fuchs. Zudem könne man durch die Nähe zur Stützpunktfeuerwehr künftig eine verstärkte Zusammenarbeit und einen näheren Austausch anstreben.

Im Frühjahr 2019 sollen den Werkbetrieben Bad Zurzach die Schlüssel für das neue Gebäude übergeben werden. Vorgesehen ist ein zweistöckiger Bau mit Böden und Wänden aus Beton sowie roh belassenen Holzschalungen im Aussenbereich und Holzwerkstoffplatten im Innenbereich. Der Kopfbau, in dem die Administrativräume untergebracht sind, wird mit einer Kupferfassade verkleidet.

«Beim gesamten Gebäude wird die Natürlichkeit grossgeschrieben», sagte Peter Moser. Das bedeutet: Weil die Aussenflächen unbehandelt sind, werden sie den Witterungsbedingungen stärker ausgesetzt. «Dadurch verändert sich das Aussehen der Flächen über die Zeit.» Damit solle der Arbeitszyklus der Werkbetriebe über die vier Jahreszeiten symbolisiert werden.

Über 20 Jahre in Planung

Die Idee für einen Neubau des Werkhofs hegte die Gemeinde Bad Zurzach schon im Jahr 1996. Damals wurden erste Studien über den baulichen Zustand des 1955 erstellten heutigen Werkhofgebäudes durchgeführt. Vier Jahre später nahm die Gemeinde das Neubauprojekt mit rund 4 Millionen Franken in den Finanzplan auf. Da sich ein Bau auf der geplanten Parzelle, dem heutigen Standort der AEW-Heizzentrale, als wirtschaftlich nicht sinnvoll erwies, wurde das Vorhaben aber zunächst auf Eis gelegt. Erst Ende 2016 kam wieder Bewegung in das Projekt, als der Kauf einer benachbarten Parzelle von der Einwohnergemeindeversammlung genehmigt wurde. Diese bewilligte auch den Verpflichtungskredit in Höhe von 4,3 Millionen Franken, bevor der Gemeinderat im vergangenen Oktober sein Okay für den Baustart gab.

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